Angestellt? UnternehmerIn? Oder beides?

Intrapreneure entdecken

Ich finde es immer wieder interessant, wenn Mitarbeiter, die sich in von mir begleiteten Innovationsprojekten engagieren, erzählen, was sie so alles tun, um ihre Kreativität auszuleben. Über Talente, Potential und ein Buchtipp.

In ihrer Freizeit sind einige Mitarbeiter handwerklich tätig, bauen Möbel, restaurieren Motorräder, bauen Ökohäuser oder verkaufen Handgeschnitztes aus Olivenholz im eigenen Internetshop.

Andere engagieren sich sozial, helfen in Ihren Gemeinden oder leiten den Kirchenchor. Wiederum andere schreiben Blogs, betreiben Online Tauschplattformen und haben bereits eigene Unternehmen gegründet, die sie parallel zu ihrer Festanstellung betreiben und leuchtende Augen haben, wenn sie darüber berichten.

Und da frage ich mich dann immer:

Wie konnte es so weit kommen, dass diese engagierten, kreativen Menschen nicht die Möglichkeit hatten, ihre Talente im eigenen Unternehmen zu zeigen und einzubringen?

Wie gut, dass bereits einige Unternehmen Intrapreneur-Konzepte in der Tasche haben: Sie wollen für die Innovation die unternehmerischen Talente in den eigenen Reihen entdecken und fördern.

Liebe Talente, nutzt diesen guten Moment und zeigt euch, damit Ihr schneller entdeckt werden könnt!

Mein Buchtipp dazu:

Wer Schützenhilfe braucht, dem empfehle ich das Buch „Das 4-Stunden Startup – wie Sie Ihre Träume verwirklichen ohne zu kündigen“. Der Autor Felix Plötz hat selbst als Unternehmer in Festanstellung Erfahrungen gesammelt und gibt gute Tipps, wie man aus seiner Leidenschaft eine Geschäftsidee macht.

 

Wie fördern und entdecken Sie die Talente in Ihrem Unternehmen?

 

Weniger Kopf machen – einfach tun!

Vielen Dank Anke Meyer-Grashorn

„Du hast doch auch einen Blog!“ sagte vor wenigen Stunden Susanne Krieger zu mir und hat damit lässig ein sehr sensibles Thema angesprochen. Ja, hab ich. Schon irgendwie. Da habe ich aber seit einer ziemlich langen Zeit nichts mehr reingeschrieben. „Schreibblockade“ höre ich mich faseln.

Ich hab je eh schon so gut wie alles über Innovation geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt. Langweilt mich fast schon. Fasel, fasel. Und das Layout müßte erst noch überarbeitet werden. Dauert ja alles… fasel, fasel…

Ja und überhaupt, ob ich den Blog noch weitermachen soll? Da schreiben doch eh schon so viele Blogs und wen interessiert das schon…

„Doch! Mich! Ich würde gerne mal wieder was von dir lesen!“ sagt Susanne und wischt lässig mein Gejammere aus der Luft.

Liebe Susanne Krieger und Andrea Moseler und Daniela Heggmaier (die daneben standen und auch gerne lesen, was ich schreibe): Vielen Dank für den liebevollen Tritt und eure motivierenden Worte! Das habe ich gebraucht.

Was mache ich mir eigentlich für einen Kopf? Zu meinen Kunden sage ich immer, sie sollen aufhören über Innovation zu reden, sondern einfach mal was Neues machen.

Dann mach ich das doch einfach!

Wie man die Chancen der digitalen Transformation nutzt


Ein neues Büro in Berlin und ein neues Veranstaltungsformat: Die Amazon Academy brachte am 11. Juni 2015 Marketplace-Händler, Selfpublisher, Softwareentwickler, Wissenschaftler, Optimisten, Innovatoren und Experten zusammen, um Ideen und provokante Gedanken zu diskutieren. In den Vorträgen gab es eine Vielzahl von Impulsen dazu, wie wir Altes neu denken können und wie sich Hürden für Innovationen beseitigen lassen. Und ich mittendrin!

Das neue Amazon Büro, in dem 450 neue Arbeitsplätze entstehen werden, wurde durch Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber sowie Amazon-Chef-Entwickler Deutschland Ralf Herbrich eröffnet. Die Veranstaltung war weit mehr als eine Einweihungsfeier und wurde im neuen Format der Amazon Academy gestaltet, die eine Plattform für Kunden wie Start-ups und E-Book-Autoren für den Ideenaustausch und die Entwicklung innovativer Konzepte und neuer Geschäftsmodelle bot.

Die Keynote mit dem Thema „Spinnen ist Pflicht: Die Kunst der Innovation“ – das war mein Part. Auch wenn es um die digitale Zukunft ging, so habe ich über ein sehr analoges und gelungenes Beispiel für Innovationsprozesse aus dem Jahr 1492 gesprochen: Die Expedition von Christoph Kolumbus. Sie funktionierte nach dem Motto „Learning by Lossegeln!“, ein Vorbild für das Innovationsverhalten aller heutigen Unternehmen: Weg von der Angst vor Veränderung, weg von Sicherheits- und Kontrolldenken. Hin zu Expeditionen mit neugierigen, mutigen Kapitänen, die Neuland finden wollen!

Anschließend moderierte ich die Podiumsdiskussion unter dem Motto „Zukunft der Möglichkeiten“. Auf dem Podium: Blogger Richard Gutjahr, Geschäftsführer des IfH Köln, Kai Hudetz, die Forschungsleiterin des Gottlieb Duttweiler Instituts Karin Frick sowie Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber.

Einen Eindruck von der Veranstaltung zeigt das Video oben. Meine persönlichen Highlights:
Selfpublishing ist toll!
• Die Digitalisierung zieht einen grundlegenden Wandel in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen nach sich.
• Die Wertschöpfungsketten werden sich radikal durch die Digitalisierung verändern.
• Der Gründergeist regiert in Deutschlands Hauptstadt: In Berlin wird alle 20 Stunden ein neues Start-up gegründet!

Was bedeutet das für Ihr Business?

Warum Unternehmen zwei Betriebssysteme brauchen

Warum Unternehmen zwei Betriebssysteme brauchen

Alt und neu. Passt das zusammen? Ja! Wenn man beides würdigt und klug nutzt, nebeneinander pflegt und schätzt. Wenn man das Beste beider Welten erschließt und verknüpft. Dann sind Innovationen möglich. Dann muss das Neue nicht das Alte verdrängen, sondern darf es ergänzen und weiterspinnen in den Zukunftserfolg. Die Kraft der zwei Betriebssysteme zu erschließen – das ist mein Innovationserfolgsrezept Nummer eins!

Die Angst vor dem Neuen – Sie kennen sie bestimmt: „Das haben wir noch nie gemacht und das werden wir auch nicht machen!“, „So ein neumodischer Schmarrn!“, „Das bringt doch nichts!“ – das hört man dann. Das Neue ruft die Bedenkenträger hervor, weckt die Angst vor dem Verlust des Jobs, von Kompetenzen und Macht. Das Neue weckt die Angst vor dem Ungewissen, dem Unbekannten, der Zukunft. Das muss aber nicht sein, denn das Alte hat seine Berechtigung.

Das Alte bewahrt Erfahrung, Know-how und Kontakte. Das Alte ist stabil und bewährt. Es funktioniert, bietet Sicherheit und Geborgenheit. Das Alte bietet die Basis, ohne die es das Neue gar nicht geben könnte. Deshalb brauchen Unternehmen, die in die Zukunft denken, das Alte und das Neue. Sie brauchen zwei Betriebssysteme nebeneinander, die einander bedingen, befruchten und bereichern.

Die Kraft der zwei Betriebssysteme
Entwickelt hat das Konzept der Amerikaner John P. Kotter. Er ist Professor für Führungsmanagement an der Harvard Business School und er hat gezeigt, wie Unternehmen ihre bisherige Welt mit einer neuen Innovations-fähigen Welt kombinieren können: „Die Kraft der zwei Systeme“ nennt er dieses Design für Changeprozesse. In meinen Management-Beratungsprojekten habe ich gesehen, dass diese zweigleisige Herangehensweise die einzige ist, die Innovation ermöglicht. Sehen wir uns diese Betriebssysteme einmal genauer an:

Betriebssystem 1: Hier sind traditionelle Hierarchien und Managementprozesse für die tägliche Steuerung und Effizienzsteigerung eines Unternehmens angesiedelt. Dieses Betriebssystem lebt mit der Herausforderung, dass es mit immer neuen Situationen Schritt halten und kreativ langfristig erfolgreiche Lösungen zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen erschaffen soll. Alle Macht bei Change-Prozessen liegt in den Händen des Managements.

Betriebssystem 2: Es ergreift parallel zum ersten Betriebssystem kreative Initiativen, stellt in Frage, erkennt Gefahren und Chancen im Markt und kann Veränderungen schnell umsetzen. Die Aufgaben: Suchen, Handeln, Lernen und Verändern.

Es ist gleichrangig mit der Hierarchie und setzt sich aus Freiwilligen aus allen Abteilungen zusammen. Sie sind motiviert, weil sie Teil einer wichtigen Mission sind. Es arbeitet mit agilen, netzwerkartigen Strukturen und anderen Prozessen. Es ist ein legitimer Teil der Organisation, wird vom Management unterstützt und gutgeheißen, auch wenn die Entscheidungen und Initiativen vom Netzwerk selbst ausgehen.

Vertreter des Managements sind Teil des zweiten Betriebssystems. Bei Change-Prozessen sind die Individuen mit all ihrem Enthusiasmus, ihrer Energie und ihrer Entschlossenheit beteiligt. Die Folgen: Herz, Hirn und Hand sind dabei, die Motivation der Belegschaft steigt, Innovationskraft und Implementierungsleistung im Unternehmen wachsen kontinuierlich.

Beide Systeme sind wichtig und können gelebt werden. Und weil es beide Systeme gibt, ist das Neue auch nicht notwendigerweise eine Bedrohung für das Alte und wird schneller akzeptiert.

Die Energie AG Oberösterreich ist ein Beispiel für ein Unternehmen, das sich die Kraft der zwei Betriebssysteme für seine Zukunftssicherung erschließt. Als zweites Betriebssystem fungiert die „SoKo Innovation“. Sie schafft den Platz für Herumspinnen, Ausprobieren und Zukunftfinden. Sie stellt Dialoge her, zwischen Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Konzernbereichen, Fachgebieten und Hierarchieebenen. Und sie baut den Dialog auf mit den Kunden und Experten diverser Disziplinen.

Synergien werden genutzt und gelebt. Der Mut für die richtigen Schritte in die Zukunft wächst. Die Menschen sind mit großer Begeisterung dabei. Das ist der Innovationsgeist, wie ich ihn liebe!

Nutzen Sie die Kraft der zwei Betriebssysteme?

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Anke Meyer-GrashornOhne Innovation keine Zukunft. Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die beständig am Ball bleiben, um das Neue zu entdecken und Kundenwünsche zu antizipieren, erfolgreicher sind. Die österreichische Energie AG mit Sitz in Linz hat mich deshalb auf eine Expedition geschickt, um mit einer „SoKo Innovation“ neue Marktchancen zu erkunden.

Wenn sich ein Unternehmen einen Konzernumbau auf die Fahne schreibt, kommt einiges ins Rollen. Die Energie AG Oberösterreich geht neue Wege, denn der Energiemarkt in Europa befindet sich mitten im radikalsten Umbruch seit seinem Bestehen. Der Konzern bekam eine neue Struktur, um Synergien zu nutzen und schlagkräftig als Strom-, Gas- und Dienstleistungsanbieter agieren zu können.

Eine neue Struktur und veränderte Marktbedingungen brauchen eine neue Unternehmenskultur, eine, die das Neue einlädt und das Alte geschickt nutzt. Eine Kultur, bei der eine intensive Marktbearbeitung und eine konsequente Kundenorientierung im Mittelpunkt stehen. Eine Kultur, die die Entwicklung innovativer Produkt- und Dienstleistungen leicht macht.

Um diese Kultur zum Leben zu erwecken, hat die Energie AG Oberösterreich im Juni 2015 eine Sonderkommission, eine „SoKo Innovation“ unter meiner Leitung gegründet. Dabei führe ich Mitarbeiter aus dem ganzen Konzern sowie externe Spezialisten und Kunden zusammen, um Marktbedürfnisse, Herausforderungen sowie Chancen von morgen zu finden und Lösungen zu entwickeln.

Eine tolle Aufgabe, über die ich mich jeden Tag freue! Im Mai 2015 war ich in Österreich und wurde von der Kronen Zeitung interviewt und habe mit der Redakteurin über den Mut zur Unruhe und zum Lossegeln gesprochen. Den Artikel können Sie im Bild oben lesen.

Haben Sie Ihre „SoKo Innovation“ schon gegründet?

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Sie kennen “The same procedure as every year”? Business Pläne, gute Vorsätze und all das, was am Ende des Jahres immer ganz anders aussieht? Mein Business Plan 2015 heißt Spielen. Das klingt aber nicht sehr nach Business, Frau Meyer-Grashorn, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Und ich sage Ihnen: Genau da entsteht Business, beim Spielen! Das habe ich in vielen Jahren Beratungspraxis immer wieder festgestellt.

Spielen ist absichtslos. Macht die Gedanken frei, lässt sie in neue Spielfelder wandeln. Spielen entfesselt Kreativität. Kreativität ist der Nährboden für das Neue. Das befreiende Neue, wenn man nicht mehr weiter weiß. Wenn man genau weiß, dass man etwas verändern muss, aber keine Ahnung hat, wo und wie man anfangen soll.

Genau das ist das Szenario, in dem ich von großen und kleinen Unternehmen, von Dax-Konzernen oder den innovationshungrigen Mittelständlern an Bord geholt werde: Wenn’s nicht mehr weitergeht. Dann schlüpfe ich in mein Superhelden-Gewand, packe meinen Spielekoffer und hole Führungskräfte oder ganze Abteilungen raus zum Spielen. Raus aus der gewohnten Umgebung, wo die immer gleichen Fragen zu den immer gleichen Antworten führen.

Über mehrere Tage gibt’s Halligalli und Rambazamba. Ich führe die Menschen an neue Orte, zu neuen Menschen und lasse sie durch Welten wandeln, die auf den ersten Blick Garnichts mit ihrem Business zu tun haben. Ich lasse sie spielen, ausprobieren und spinnen. Denn Spinnen ist Pflicht!

Und dann kommt der Moment, der mir nach all den Jahren immer wieder eine Gänsehaut beschert: Es entsteht etwas Neues. Die Menschen stehen da und beäugen es wie ein frisch gelegtes Ei. Sie wandeln um das Ei herum, fühlen es, verändern es noch ein wenig, sprechen darüber und ihre Vorfreude auf das Entstehen eines Projekts wächst von Minute zu Minute. Das ist mein Moment. Ich genieße dieses Erfolgsgefühl, die Menschen zu inspirieren, bei ihnen die Lust auf das Neue zu wecken, Verrücktes mit ihnen anzustellen, um danach zu knallharten Business-Ergebnissen, neuen Geschäftsfeldern, -modellen, Produkten oder Dienstleistungen zu kommen. Messbar. Wirkungsvoll. 100% Resultate-orientiert.

Deshalb will ich 2015 nur spielen. Mit mutigen Macherinnen und Machern auf der Suche nach dem Neuen. Mit Menschen, die hier und jetzt etwas verändern wollen und es konsequent leben. Hier in der Location freiheit, die alle Wünsche an Raum, Wandelbarkeit und Gestaltung erfüllt. Oder an Orten, die noch nie ein Innovationsteam zuvor gesehen hat.

Faites vos jeux! Spielen Sie mit?

Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 5: Stärken-orientiertes Führen und Respekt als Erfolgskriterien

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Über Zukunftskultur in Unternehmen informierte uns Birgit Heinermann von conpega leadership consulting. In ihrer Beratungstätigkeit erlebt sie immer wieder, dass Unternehmen in ihren Prozessen und Produkten state-of-the-art sind und innovative Geschäftsfelder sowie neue Regionen entwickeln, aber der Entwicklung der eigenen Führungs- und Unternehmenskultur zu wenig Beachtung schenken.

Ihr großes Thema heißt deshalb ‚Leading Innovation‘. Als Personalberaterin mit dem Fokus auf Innovationsmanagement legt sie ihren Schwerpunkt darauf, die richtigen Leute in den Innovationsprozess zu integrieren, bestehendes Potential zu nutzen und zusammen zu bringen sowie Skills zu entwickeln, die man benötigt, um Innovationen im Unternehmen erfolgreich voranzubringen. Auch wenn ‚jeder‘ innovativ ist und Innovationen per se ‚sexy‘ sind, entstehen keine Selbstläufer – leider ganz das Gegenteil. Innovationen bedeuten Veränderungen und diese führen – auch in innovativen Unternehmen – sehr häufig zu Blockaden.

Beim OISZ 2014 legte Birgit Heinermann ihr Augenmerk auf die Attraktivität von Unternehmen: Was muss ich als Unternehmen – unabhängig von der Größe – tun, um Mitarbeiter mit Potential für das Unternehmen zu gewinnen und diese zu halten? Die Attraktivität der Arbeitgeber spielt eine bedeutende Rolle, gerade bei der Generation Y, die anders denkt und andere Erwartungen an die Unternehmen und damit an die Führungskräfte hat. Mitarbeiter mit Potential werden immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor im Unternehmen.

Das Potential wecken
Birgit Heinermann führte uns durch die individuellen Anforderungen der verschiedenen Gruppen im Arbeitsprozess: Die Absolventen, Mitarbeiter mit erster Berufserfahrung, die Gruppe der 35-45 Jährigen, Frauen und Mütter, die Gruppe der 45-55 Jährigen sowie die Gruppe 55+. Gerade in der letzten Gruppe zeigte sie, dass ein Riesenpotential besteht, wenn diese Mitarbeiter durch eine wertschätzende Führung wieder integriert bzw. reaktiviert werden können.

Ihre vier goldenen Regeln einer Arbeitskultur, die sicherstellt, dass Mitarbeiter aller Gruppen dem Unternehmen ihr volles Potential zur Verfügung stellen:
• Vertrauen schenken durch geringe Kontrollen und eine kluge Fehlerkultur
• Sicherheit bieten
• Wertschätzung zeigen
• Eine Führungskultur implementieren, die Stärken stärkt und weg geht davon, die Defizite anzuprangern

Gerade die Motivation der Gruppe 55+ entwickelte sich zum stark diskutierten Thema, das die Teilnehmer des OISZ 2014 mit vielen eigenen Beispielen anreicherten: Bewährt hat es sich, die Nachfolge ca. zwei bis drei Jahre vor dem Austritt aus der Firma zu regeln, Respekt zu zeigen und Anerkennung und vor allem Klarheit zu vermitteln, damit die Mitarbeiter immer wissen: Was wird von mir erwartet?

Erfüllt wurden vor allem die Erwartungen der Teilnehmer des OISZ:
Think big! – Unkonventionelle Lösungsansätze finden – Neue Kontakte knüpfen –Neue Lebenskraft auftanken – Von anderen Branchen lernen – „Spirit“ zum Querdenken mitnehmen – Blick über den eigenen Tellerrand – Den Kopf frei bekommen

Alles das wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn des OISZ 2014, und alle Erwartungen wurden erfüllt. Das Konzept des OISZ hat sich wieder einmal bestens bewährt.
Ein Konzept, das wir für Unternehmen auch an individuelle Innovationsbedürfnisse anpassen: Sie möchten mit Ihrem F&E-Team kommen und ordentlich rumspinnen? Mit der ganzen Firma? Mit allen Mitarbeitern sowie – ganz Co-Creation – mit Kunden und Lieferanten? Sie möchten Produkte, Geräte mitbringen? All das ist möglich und vieles mehr. Die Location Freiheit bietet unendliche Ressourcen in den unterschiedlichsten Bereichen. Unser Netzwerk an Spezialisten bietet Ihnen inspirierende Keynotes, kompetente Moderation, umfassende Kreativtechniken, besondere Innovationssoftware, aktuelles Fachwissen und das Gewusst-wie man einen solchen Event zum Erfolg machen kann.

Sie möchten einen eigenen Open Innovation Zirkel durchführen? Oder einen mit einem Partner-Ökosystem? Dann rufen Sie doch einfach an. Wir entwickeln für Sie ein effektives Format!

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New Work – neue Arbeitswelten und Best Practice – so lautete das Motto unseres Themenblocks Nummer vier beim Open Innovation Sommerzirkel 2014. Wir lernten einiges über das Spannungsfeld zwischen der Realität des Arbeitslebens und dem linearen Wunschdenken des Facility Managements und traditioneller Architekten, denen neue Anforderungen an Räume und Möbel noch nicht vertraut sind.

Einer der Referenten hatte eine ganz besondere Auswahl an informellen Sitzgelegenheiten im Gepäck: Robert Mokosch-Wabnitz, Leiter Consulting & Planung Deutschland Süd der Bene GmbH. Er kennt sich aus mit der Gestaltung von Räumen der Arbeit – jetzt und in Zukunft: mit Solution Workern, den lösungsorientierten Wissensarbeitern und mit Kult-Büros.

„Die Arbeit von morgen funktioniert anders!“ erklärte Robert Mokosch-Wabnitz und er listete einige der Trends auf, die unser Arbeitsleben bestimmen werden:
• Ein Zustand von Permanent-Beta, in dem Projekte kein Ende haben und von neuen Projekten überlagertwerden.
• Die junge Generation wird ihr „Hacking-Gen“ voll ausspielen und will gerne selbst etwas verändern.
• Unternehmen werden die Aufgaben von Schulen übernehmen, weil Kollaboration und Teamarbeit bei Schulabgängern völlig unterentwickelt sind.

An der Beziehung zwischen Mensch und Büro arbeiten
In der Wissensgesellschaft ist das Büro ein Marktplatz für Wissen, in dem Beziehungen aufgebaut und Wissen übertragen werden können. Ziel ist ein Zustand des Flow, in dem die Mitarbeiter konzentriert, motiviert, aktiv, stark, kreativ auf höchstem Konzentrations- und Leistungsniveau erfüllt und glücklich arbeiten können.

Begünstigt wird dieser Zustand durch eine Reihe von Faktoren, wie die Atmosphäre, die Struktur des Raums, die den Informationsfluss kanalisiert sowie unterschiedliche Angebote von Arbeits- und Aufenthaltsorten. Dazu kommen die Barrierefreiheit für Handlungsabläufe, Wandelbarkeit und Flexibilität. Die Struktur der Umgebung sollte ein sinnstiftendes, wertevermittelndes, organisiert wirkendes räumliches Umfeld ergeben.

Wie kommen wir also von einer Stromberg-Büroumgebung zu Flow und Innovation? Die Firma bene hat erst vor kurzem den Trendreport „Räume der Arbeit II“ veröffentlicht, in dem sie Muster einer zukunftsorientierten Arbeit und ihre Anwendbarkeit im Büro-Alltag analysiert. Die Hauptforderung: Das Büro sollte einer Smartphone-Oberfläche gleichen und weit mehr bieten, als eine Teeküche und Konferenzräume. Der Raum wird zum Moderator neuer Ideen und ermöglicht gleichzeitig Lernen, Zusammenarbeiten, Sozialisieren und Fokussierung.

Ist Ihr Büro fit für das Arbeitsleben von morgen?

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Der Tag zwei des Open Innovation Sommerzirkels 2014 widmete sich dem Thema „New Business – Geschäftsmodelle von morgen“. Unser Tool für den Vormittag: Der Business Model Canvas!

Ganz einfach gesagt: Wer sein Geschäftsmodell überdenken will, kann mit einer Postervorlage und vielen Post-Its ganz spielerisch unterschiedliche Varianten durchdenken oder generell neue Designs entwerfen. Es ist ein wunderbar einfaches Werkzeug, mit dem ich in meiner Arbeit als Innovationsberaterin schon vielen Unternehmen dabei helfen konnte, ein Geschäftsmodell zu visualisieren, auf Herz und Nieren zu prüfen oder weiterzuentwickeln. Die Idee stammt von Alexander Osterwalder, der das Modell in dem Buch „Business Model Generation“  für alle, die veraltete Geschäftsmodelle hinterfragen und Innovationen auf den Weg bringen wollen, beschreibt.

Die neun Elemente des Business Model Canvas, die genauer unter die Lupe genommen werden, heißen Kundensegmente, Kundenbeziehungen, Kanäle, Wertangebote, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Schlüsselpartner, Kostenstrukturen und Einnahmequellen. Und weil alles mit allem verbunden ist, hat das Wegnehmen oder Hinzufügen des einen oder anderen Post-Its in einem Segment jeweils Folgen in den anderen acht Segmenten.

Wie genau das funktioniert und welchen Spaß diese Methode macht, das haben wir in der anschließenden Gruppenarbeit erfahren, in der wir anhand von zwei konkreten Geschäftsmodellen eine Reihe von innovativen Veränderungen entwickelten.

Hier zeigte sich vor allem, wie erfolgreich der interdisziplinäre Ansatz des OISZ ist, denn die „Nicht-Spezialisten“ außerhalb des Elfenbeinturms waren viel offener für völlig neue Herangehensweisen. Das Feedback: „Das Modell funktioniert sofort: Schnell, einfach mit sofort umsetzbaren Ergebnissen!“, „Hier konnte ich gleich konkrete Anregungen für meine Arbeit mitnehmen!“ und „Es tut gut zu sehen, dass Unternehmen anderer Branchen ähnliche Probleme haben!“.

Wann haben Sie Ihr Geschäftsmodell zum letzten Mal unter die Lupe genommen?

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Sag mir wo Du hinwillst, dann zeig ich Dir den Weg – diese Navigation ermöglichte den Innovatoren auf dem Open Innovation Sommerzirkel 2014 der Vortrag von Martina Schwarz-Geschka, Partner und Senior Consultant bei der Geschka & Partner. Die Spezialistin für Szenarien stellte uns diese Grundlage für die mittel- bis langfristige Strategieentwicklung und -überprüfung für Unternehmen vor. Anschließend konnten wir Co-Creation live ausprobieren und genießen.

Szenarien liefern wichtige Ansatzpunkte für Entscheidungen über eine Technologie- und Innovationsstrategie, die Suche nach neuen Geschäftsfeldern sowie zu großen Investitionen. Die Szenariotechnik ist ein Instrument der Zukunftsanalyse. 1976 von Prof. Geschka und Mitarbeitern beim Battelle-Institut entwickelt, wird sie seitdem permanent weiterentwickelt und verbessert. Mit ihrer Hilfe werden alternative, konsistente Zukunftsbilder für ein bestimmtes Thema erstellt. In einem komplexen und dynamischen Unternehmensumfeld liefern Szenarien eine wichtige Orientierung für strategische Überlegungen und helfen, Unsicherheiten über zukünftige Entwicklungen und damit die Gefahr von Fehlentscheidungen zu reduzieren.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie man mit der Szenariotechnik arbeiten kann, stellte Martina Schwarz-Geschka den OISZ-Besuchern die Aufgabe, ein Szenario rund um das Thema „Wissensmanagement 2030“ zu entwickeln. Sie untersuchten die Aspekte Gesellschaft, Technologie, Wirtschaft sowie Politik und Gesetzgebung.

Co-Creation am Grill
Nach so viel Inspiration verlegten wir die Innovationsarbeit an den Grill und bereiteten anhand der Pico-Job Methode von innosabi in Co-Creation-Manier köstliche Grillgerichte und Soßen nach den Lieblingsrezepten der Grill-Community zu.

Die Pico Jobs sind eine Methode, die in der Plattform innosabi crowd als “Crowd Supercharger” zum Einsatz kommt. Pico Jobs sind sehr kleine Aufgaben, die aus dem Produkt- und Serviceentwicklungsprozess abgeleitet werden und von einer großen Menge Kunden, Nutzer und Konsumenten über das Internet bearbeitet werden.

Die innosabi GmbH – Sponsor unseres Grillabends – ist ein Anbieter von Crowdsourcing- und Open Innovation Software und begleitenden Dienstleistungen. Dabei helfen innosabis Leistungen, Innovationsprozesse für externes Wissen zu öffnen und so das Floprisiko neuer Produkte zu senken. innosabis Kunden kommen aus den verschiedensten Branchen, z.B. HARIBO, dm-drogerie markt oder EDEKA. Darüber hinaus betreibt innosabi Deutschlands größte Produktentwicklungscommunity für die Konsumgüterindustrie unserAller. innosabi wurde 2011 durch das Wirtschaftsministerium mit dem Preis IKT-innovativ als innovativstes IKT StartUp ausgezeichnet.

Dass Co-Creation – also die Strategie, die Kunden nicht nur als passive Konsumenten zu sehen, sondern sie zu Wertschöpfungspartnern zu machen, indem sie Produkte oder Dienstleistungen mitgestalten und teilweise sogar deren Entwicklung und Herstellung bestimmen oder übernehmen – funktioniert, hat dieser Grillabend eindrücklich bewiesen: Fleisch, Soßen und Beilagen waren ein Gedicht und das gemeinsame marinieren, rühren und brutzeln knüpfte ganz neue Verbindungen.

Unterstützt wurden wir unser Co-Creation Barbeque von den Salzburger Stiergrillern  und den Grills der Firma COBB, die eines ihrer tollen Grillgeräte für eine Verlosung stifteten. Vielen Dank noch einmal dafür!

Wo haben Sie Co-Creation schon einmal ausprobiert?

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