SoKo Innovation – ein Muss für zukunftsorientierte Unternehmen

SoKo Innovation – ein Muss für zukunftsorientierte Unternehmen

Anke Meyer-GrashornOhne Innovation keine Zukunft. Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die beständig am Ball bleiben, um das Neue zu entdecken und Kundenwünsche zu antizipieren, erfolgreicher sind. Die österreichische Energie AG mit Sitz in Linz hat mich deshalb auf eine Expedition geschickt, um mit einer „SoKo Innovation“ neue Marktchancen zu erkunden.

Wenn sich ein Unternehmen einen Konzernumbau auf die Fahne schreibt, kommt einiges ins Rollen. Die Energie AG Oberösterreich geht neue Wege, denn der Energiemarkt in Europa befindet sich mitten im radikalsten Umbruch seit seinem Bestehen. Der Konzern bekam eine neue Struktur, um Synergien zu nutzen und schlagkräftig als Strom-, Gas- und Dienstleistungsanbieter agieren zu können.

Eine neue Struktur und veränderte Marktbedingungen brauchen eine neue Unternehmenskultur, eine, die das Neue einlädt und das Alte geschickt nutzt. Eine Kultur, bei der eine intensive Marktbearbeitung und eine konsequente Kundenorientierung im Mittelpunkt stehen. Eine Kultur, die die Entwicklung innovativer Produkt- und Dienstleistungen leicht macht.

Um diese Kultur zum Leben zu erwecken, hat die Energie AG Oberösterreich im Juni 2015 eine Sonderkommission, eine „SoKo Innovation“ unter meiner Leitung gegründet. Dabei führe ich Mitarbeiter aus dem ganzen Konzern sowie externe Spezialisten und Kunden zusammen, um Marktbedürfnisse, Herausforderungen sowie Chancen von morgen zu finden und Lösungen zu entwickeln.

Eine tolle Aufgabe, über die ich mich jeden Tag freue! Im Mai 2015 war ich in Österreich und wurde von der Kronen Zeitung interviewt und habe mit der Redakteurin über den Mut zur Unruhe und zum Lossegeln gesprochen. Den Artikel können Sie im Bild oben lesen.

Haben Sie Ihre „SoKo Innovation“ schon gegründet?

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Mein Jahresmotto 2015: Spiel ohne Grenzen!

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Sie kennen “The same procedure as every year”? Business Pläne, gute Vorsätze und all das, was am Ende des Jahres immer ganz anders aussieht? Mein Business Plan 2015 heißt Spielen. Das klingt aber nicht sehr nach Business, Frau Meyer-Grashorn, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Und ich sage Ihnen: Genau da entsteht Business, beim Spielen! Das habe ich in vielen Jahren Beratungspraxis immer wieder festgestellt.

Spielen ist absichtslos. Macht die Gedanken frei, lässt sie in neue Spielfelder wandeln. Spielen entfesselt Kreativität. Kreativität ist der Nährboden für das Neue. Das befreiende Neue, wenn man nicht mehr weiter weiß. Wenn man genau weiß, dass man etwas verändern muss, aber keine Ahnung hat, wo und wie man anfangen soll.

Genau das ist das Szenario, in dem ich von großen und kleinen Unternehmen, von Dax-Konzernen oder den innovationshungrigen Mittelständlern an Bord geholt werde: Wenn’s nicht mehr weitergeht. Dann schlüpfe ich in mein Superhelden-Gewand, packe meinen Spielekoffer und hole Führungskräfte oder ganze Abteilungen raus zum Spielen. Raus aus der gewohnten Umgebung, wo die immer gleichen Fragen zu den immer gleichen Antworten führen.

Über mehrere Tage gibt’s Halligalli und Rambazamba. Ich führe die Menschen an neue Orte, zu neuen Menschen und lasse sie durch Welten wandeln, die auf den ersten Blick Garnichts mit ihrem Business zu tun haben. Ich lasse sie spielen, ausprobieren und spinnen. Denn Spinnen ist Pflicht!

Und dann kommt der Moment, der mir nach all den Jahren immer wieder eine Gänsehaut beschert: Es entsteht etwas Neues. Die Menschen stehen da und beäugen es wie ein frisch gelegtes Ei. Sie wandeln um das Ei herum, fühlen es, verändern es noch ein wenig, sprechen darüber und ihre Vorfreude auf das Entstehen eines Projekts wächst von Minute zu Minute. Das ist mein Moment. Ich genieße dieses Erfolgsgefühl, die Menschen zu inspirieren, bei ihnen die Lust auf das Neue zu wecken, Verrücktes mit ihnen anzustellen, um danach zu knallharten Business-Ergebnissen, neuen Geschäftsfeldern, -modellen, Produkten oder Dienstleistungen zu kommen. Messbar. Wirkungsvoll. 100% Resultate-orientiert.

Deshalb will ich 2015 nur spielen. Mit mutigen Macherinnen und Machern auf der Suche nach dem Neuen. Mit Menschen, die hier und jetzt etwas verändern wollen und es konsequent leben. Hier in der Location freiheit, die alle Wünsche an Raum, Wandelbarkeit und Gestaltung erfüllt. Oder an Orten, die noch nie ein Innovationsteam zuvor gesehen hat.

Faites vos jeux! Spielen Sie mit?

Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 5: Stärken-orientiertes Führen und Respekt als Erfolgskriterien

Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 5: Stärken-orientiertes Führen und Respekt als Erfolgskriterien

Über Zukunftskultur in Unternehmen informierte uns Birgit Heinermann von conpega leadership consulting. In ihrer Beratungstätigkeit erlebt sie immer wieder, dass Unternehmen in ihren Prozessen und Produkten state-of-the-art sind und innovative Geschäftsfelder sowie neue Regionen entwickeln, aber der Entwicklung der eigenen Führungs- und Unternehmenskultur zu wenig Beachtung schenken.

Ihr großes Thema heißt deshalb ‚Leading Innovation‘. Als Personalberaterin mit dem Fokus auf Innovationsmanagement legt sie ihren Schwerpunkt darauf, die richtigen Leute in den Innovationsprozess zu integrieren, bestehendes Potential zu nutzen und zusammen zu bringen sowie Skills zu entwickeln, die man benötigt, um Innovationen im Unternehmen erfolgreich voranzubringen. Auch wenn ‚jeder‘ innovativ ist und Innovationen per se ‚sexy‘ sind, entstehen keine Selbstläufer – leider ganz das Gegenteil. Innovationen bedeuten Veränderungen und diese führen – auch in innovativen Unternehmen – sehr häufig zu Blockaden.

Beim OISZ 2014 legte Birgit Heinermann ihr Augenmerk auf die Attraktivität von Unternehmen: Was muss ich als Unternehmen – unabhängig von der Größe – tun, um Mitarbeiter mit Potential für das Unternehmen zu gewinnen und diese zu halten? Die Attraktivität der Arbeitgeber spielt eine bedeutende Rolle, gerade bei der Generation Y, die anders denkt und andere Erwartungen an die Unternehmen und damit an die Führungskräfte hat. Mitarbeiter mit Potential werden immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor im Unternehmen.

Das Potential wecken
Birgit Heinermann führte uns durch die individuellen Anforderungen der verschiedenen Gruppen im Arbeitsprozess: Die Absolventen, Mitarbeiter mit erster Berufserfahrung, die Gruppe der 35-45 Jährigen, Frauen und Mütter, die Gruppe der 45-55 Jährigen sowie die Gruppe 55+. Gerade in der letzten Gruppe zeigte sie, dass ein Riesenpotential besteht, wenn diese Mitarbeiter durch eine wertschätzende Führung wieder integriert bzw. reaktiviert werden können.

Ihre vier goldenen Regeln einer Arbeitskultur, die sicherstellt, dass Mitarbeiter aller Gruppen dem Unternehmen ihr volles Potential zur Verfügung stellen:
• Vertrauen schenken durch geringe Kontrollen und eine kluge Fehlerkultur
• Sicherheit bieten
• Wertschätzung zeigen
• Eine Führungskultur implementieren, die Stärken stärkt und weg geht davon, die Defizite anzuprangern

Gerade die Motivation der Gruppe 55+ entwickelte sich zum stark diskutierten Thema, das die Teilnehmer des OISZ 2014 mit vielen eigenen Beispielen anreicherten: Bewährt hat es sich, die Nachfolge ca. zwei bis drei Jahre vor dem Austritt aus der Firma zu regeln, Respekt zu zeigen und Anerkennung und vor allem Klarheit zu vermitteln, damit die Mitarbeiter immer wissen: Was wird von mir erwartet?

Erfüllt wurden vor allem die Erwartungen der Teilnehmer des OISZ:
Think big! – Unkonventionelle Lösungsansätze finden – Neue Kontakte knüpfen –Neue Lebenskraft auftanken – Von anderen Branchen lernen – „Spirit“ zum Querdenken mitnehmen – Blick über den eigenen Tellerrand – Den Kopf frei bekommen

Alles das wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn des OISZ 2014, und alle Erwartungen wurden erfüllt. Das Konzept des OISZ hat sich wieder einmal bestens bewährt.
Ein Konzept, das wir für Unternehmen auch an individuelle Innovationsbedürfnisse anpassen: Sie möchten mit Ihrem F&E-Team kommen und ordentlich rumspinnen? Mit der ganzen Firma? Mit allen Mitarbeitern sowie – ganz Co-Creation – mit Kunden und Lieferanten? Sie möchten Produkte, Geräte mitbringen? All das ist möglich und vieles mehr. Die Location Freiheit bietet unendliche Ressourcen in den unterschiedlichsten Bereichen. Unser Netzwerk an Spezialisten bietet Ihnen inspirierende Keynotes, kompetente Moderation, umfassende Kreativtechniken, besondere Innovationssoftware, aktuelles Fachwissen und das Gewusst-wie man einen solchen Event zum Erfolg machen kann.

Sie möchten einen eigenen Open Innovation Zirkel durchführen? Oder einen mit einem Partner-Ökosystem? Dann rufen Sie doch einfach an. Wir entwickeln für Sie ein effektives Format!

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Der Tag zwei des Open Innovation Sommerzirkels 2014 widmete sich dem Thema „New Business – Geschäftsmodelle von morgen“. Unser Tool für den Vormittag: Der Business Model Canvas!

Ganz einfach gesagt: Wer sein Geschäftsmodell überdenken will, kann mit einer Postervorlage und vielen Post-Its ganz spielerisch unterschiedliche Varianten durchdenken oder generell neue Designs entwerfen. Es ist ein wunderbar einfaches Werkzeug, mit dem ich in meiner Arbeit als Innovationsberaterin schon vielen Unternehmen dabei helfen konnte, ein Geschäftsmodell zu visualisieren, auf Herz und Nieren zu prüfen oder weiterzuentwickeln. Die Idee stammt von Alexander Osterwalder, der das Modell in dem Buch „Business Model Generation“  für alle, die veraltete Geschäftsmodelle hinterfragen und Innovationen auf den Weg bringen wollen, beschreibt.

Die neun Elemente des Business Model Canvas, die genauer unter die Lupe genommen werden, heißen Kundensegmente, Kundenbeziehungen, Kanäle, Wertangebote, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Schlüsselpartner, Kostenstrukturen und Einnahmequellen. Und weil alles mit allem verbunden ist, hat das Wegnehmen oder Hinzufügen des einen oder anderen Post-Its in einem Segment jeweils Folgen in den anderen acht Segmenten.

Wie genau das funktioniert und welchen Spaß diese Methode macht, das haben wir in der anschließenden Gruppenarbeit erfahren, in der wir anhand von zwei konkreten Geschäftsmodellen eine Reihe von innovativen Veränderungen entwickelten.

Hier zeigte sich vor allem, wie erfolgreich der interdisziplinäre Ansatz des OISZ ist, denn die „Nicht-Spezialisten“ außerhalb des Elfenbeinturms waren viel offener für völlig neue Herangehensweisen. Das Feedback: „Das Modell funktioniert sofort: Schnell, einfach mit sofort umsetzbaren Ergebnissen!“, „Hier konnte ich gleich konkrete Anregungen für meine Arbeit mitnehmen!“ und „Es tut gut zu sehen, dass Unternehmen anderer Branchen ähnliche Probleme haben!“.

Wann haben Sie Ihr Geschäftsmodell zum letzten Mal unter die Lupe genommen?

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IT-Innovation auf neuen Pfaden

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Es ist eine große Ausnahme, dass sich ein Geschäftsführer eines IT-Dienstleistungsunternehmens mit Innovation und Kreativitätstechniken auseinandersetzt. Eine noch größere Ausnahme ist es, dass er seine Kunden – IT-Manager in Unternehmen und Behörden – zum Spinnen und zur bewussten Gestaltung ihrer IT-Zukunft bewegen möchte. Holger Schmieder, Geschäftsführer der Schmieder IT solutions hat das getan und letzte Woche 30 IT-Manager nach Neckartenzlingen eingeladen, um sich meinen Vortrag anzuhören und anschließend so richtig zu spinnen. Mit erstaunlichen Ergebnissen!

Think big. Act small. Start now. Das ist mein Motto. Und das ist gleichzeitig das Motto aller erfolgreichen Innovatoren. Nicht lang reden, sondern kreativ viele Ideen produzieren, geschickt auswählen und umsetzen. Sonst passiert nichts. Sonst hätte Kolumbus nie Amerika entdeckt.

Holger Schmieder weiß das auch. Aus diesem Grund hat er eine Veranstaltung unter dem Titel „Schmieder’s IT Talk“ ins Leben gerufen: „Wir haben in unserer Beratertätigkeit festgestellt, dass Unternehmen, die langfristig planen, kreativ denken und sich nicht im Tagesgeschäft festbeißen, erfolgreicher sind als andere Unternehmen, die immer nur IT-Tagesgeschäft abwickeln. Wir wollen Unternehmen deshalb zeigen, dass es sich gemeinsam besser innovieren lässt: Welche Themen geistern in anderen Köpfen herum? Was kann ich daraus lernen? Wie kann ich mit den Fachabteilungen systematisch gute Ideen produzieren? Und weil Zukunftsplanung Spaß machen soll, haben wir am 15. Oktober 2014 IT-Manager mit den Experten unserer Event-Sponsoren Alcatel-Lucent, Citrix, EMC, Veeam und VMware sowie mit XnetSolutions, ARTEC IT, Fortinet und Trendmicro und natürlich unseren eigenen IT-Experten zum Spinnen zusammengebracht!“

Brainstorming – diese Kreativitätstechnik kannten einige der anwesenden IT-Spezialisten noch. Bei der Kopfstand- oder der Reizwortmethode sah das schon anders aus, denn die waren fast unbekannt. Dabei spielen diese und viele andere Techniken eine wichtige Rolle in der Innovation, denn sie führen zuverlässig zu neuen Lösungen.

Wer immer die gleichen Probleme wälzt, hat in der Regel immer am gleichen Ort mit denselben Menschen über das gleiche Problem nachgedacht. Routine ist das schwarze Loch der Innovation. Weil wir in Zukunft aber mit weniger Budget in immer kürzeren Zeitspannen produktiv und kreativ sein sollen, ist es wichtig, Kreativitätstechniken anzuwenden, die schnell Routinen durchbrechen und neue Lösungen erschließen können!

Die Techniken führten auch an diesem Nachmittag zu wilden Spinnereien, die so manchen IT-Chef mit einer konkreten Idee nach Hause schickten: Brauchen IT-Mitarbeiter eine Tracht? Sollen wir IT ganz abschaffen? Wie mache ich meinem Chef mal so richtig Angst vor neuen Technologien? Muss IT sexy sein? Bei Schmieder’s IT Talk führten diesen Fragen zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmenden, die wilde Mindmaps gestalteten, nach der Co-Creation-Methode Gesichter malten und ihr Berufsfeld einen Nachmittag lang völlig auf den Kopf stellten.

Alles, was wir mit IT tun, führt zur Innovation! Das ist unsere Überzeugung!“ fasste Holger Schmieder gegen Ende dieses spannenden Think Tanks zusammen und rief die IT-Manager dazu auf, bewusst in die Jahresplanung 2015 – und darüber hinaus – einzusteigen.

Haben Sie schon Ihre Jahresplanung 2015 abgeschlossen? Soll Ihre IT auch neue Wege gehen?

Ferienpass-Spinnimpuls Nummer 1: Neue Wege

Ferienpass-Spinnimpuls Nummer 1: Neue Wege

Ferienpass schon ausgedruckt? Gut, dann kann es losgehen:

Spinnimpuls Nummer 1: Nehmen Sie eine Woche lang jeden Tag einen anderen Weg zu Ihrem Arbeitsplatz. Ohne Stadtplan versteht sich. Am besten Sie verlassen schon 15 Minuten früher das Haus.

Welche neuen Erlebnisse haben Sie dadurch?

Übrigens: Den FerienpassSpinner können Sie hier als pfd herunterladen. Die beiden Blätter zusammenkleben. In der Mitte falten, also von A4 auf A5 und den Ferienpass zusammen mit einem Stift in die Tasche stecken. Täglich in unseren Blog schauen und einen neuen Spinnimpuls ausprobieren. Abends tragen Sie dann Ihre Erkenntnisse in Ihren Pass ein.

Alle Infos zu unserer Aktion finden Sie hier:

Mitmachen: Ferienpass für Spinner!

 

Wie erfinde ich mich neu?

Wie erfinde ich mich neu?

Mittelstandssummit
Quellenhinweis: KD Busch/compamedia

Über diese wichtige Frage diskutierte ich beim Deutschen Mittelstands-Summit mit Prof. Dr. Ulrich Walter, Armin Distel von MS Spaichingen, Dr. Michael Kramer von LED Linear GmbH sowie Prof. Dr. Nikolaus Franke. Für mich ist es immer wieder spannend zu sehen, welche unglaublichen Erfolgsgeschichten der deutsche Mittelstand zu erzählen hat. Nicht umsonst werden wir von vielen Ländern, z.B. den USA, um dieses innovative Rückgrat unserer Wirtschaft, den sog. „German Mittelstand“ beneidet. Vier Erfolgsstrategien haben wir auf dem Summit identifiziert.

Auf dem Deutschen Mittelstands-Summit 2014 am 27. Juni trafen sich in Essen die Top-Innovatoren, die besten Arbeitgeber im Mittelstand, die Top-Berater und die Vorreiter ethischen Handelns – Mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer, die Außergewöhnliches leisten und faszinierende Erfolgs- und Lebensgeschichten zu erzählen haben. Außerdem wurden die „Innovatoren des Jahres“ und die „Top-Arbeitgeber“ 2014 gekürt und ich durfte eine Diskussionsrunde rund um die „Herausforderung Innovation“ moderieren. Die Gäste meiner Diskussionsrunde waren ganz besondere Menschen:

Prof. Dr. Ulrich Walter zum Beispiel. Er hat in Köln Physik studiert und promoviert, hat einige Zeit auch in den USA geforscht bis der Anruf seines Lebens kam. Das war 1987, als er ins deutsche Astronautenteam berufen wurde. Sechs Jahre später, 1993 nämlich, nahm er an der Shuttle Mission D-2 teil. Als einer von zwei deutschen Astronauten hat das siebenköpfige Forscherteam die Erde umkreist und dabei mehr als 90 Experimente durchgeführt. Danach unternahm Prof. Walter Ausflüge in die Industrie, u.a.in die Produktentwicklung von IBM. Seit 2003 leitet er den Lehrstuhl für Raumfahrttechnik an der Technischen Uni München.

Prof. Dr. Nikolaus Franke ist seit 2001 Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Entrepreneurship, Innovationsmanagement und Marketing. Er ist einer der weltweit führenden Experten für Open Innovation und User-Innovation und gehört zu den forschungsstärksten Professoren im deutschen Sprachraum. Seit 2002 ist Prof. Franke wissenschaftlicher Leiter in dem Team, das die TOP100-Auszeichnung der innovativsten Mittelständler Deutschlands vergibt. In dieser Zeit hat er gut 2.000 Mittelständler analysiert. Er weiß also genau, wie der innovative Mittelstand tickt und wie die Erfolgsrezepte aussehen.

Dr. Michael Kramer steht an der Spitze des jungen Unternehmens LED Linear GmbH, das erst 2006 gegründet wurde. Es macht Licht, genauer gesagt innovative hochwertige lineare LED-Beleuchtungssysteme. Made in Germany. Weltweit. Wie im Märchen entwickelte sich das Unternehmen vom Start-Up in der Garage zum Global Player und wachstumsstarken Innovationstreiber. Mit gigantischen Zahlen: 700 % Umsatzwachstum von 2008 bis 2012 und einem Beschäftigtenwachstum von rund 730 %. 2013 wurde LED linear von der TOP100-Jury zum Innovator des Jahres gewählt. Dr. Michael Kramer ist einer der beiden Geschäftsführer, hat Maschinenbau studiert und im Bereich Innovationsmanagement promoviert, war in Führungspositionen bei Siemens, Vossloh und Geschäftsführer eines Lichtkomponentenherstellers. 2005 reifte die Idee, sich mit seinem jetzigen Partner Carsten Schaffarz selbständig zu machen. Raus aus dem Konzern und rein in die Garage. Die beeindruckenden Lichtprojekte beleuchten heute weltweit zum Beispiel Hotelfassaden, Einkaufszentren, Kunstwerke, Ladengeschäfte und ganze Straßenzüge.

Armin Distel hat eine Doppelfunktion: Zum einen ist er Vorstand der MS Industrie AG und seit 2006 Geschäftsführer der MS Spaichingen GmbH, die heute über 800 Beschäftigte hat. Gegründet wurde die MS Spaichingen GmbH 1965 als Hersteller von Produktionsmaschinen für die Textilindustrie. Ende der 70er kam mit dem Niedergang der Textilindustrie der erste Kurswechsel hin zur Produktion von Mehrschichtleiterplatten für IBM. Als IBM Mitte der 90er seine komplette Produktion aus Europa abzog, konzentrierte sich MS Spaichingen auf Maschinen für den Autobau und wird Automobilzulieferer. Die Wirtschaftskrise 2009 führt zur Neuerfindung Nr. 3: Automobilbau bleibt, dazu kommen als zweites Standbein Maschinen für die Verpackungsindustrie. Bei den „innovativen Mittelständlern“ war die Maschinenfabrik Spaichingen zweimal unter den TOP100 und erhielt 2012 die Auszeichnung „Innovation des Jahres“ für ein neuartiges Ultraschalltrennschweißmodul.

Mittelstandssummit1
Quellenhinweis: KD Busch/compamedia

Dieses Unternehmen hatte sich also mehrmals neu erfunden und ist den Marktbedürfnissen gefolgt. Doch man kann sich auch neu erfinden, wenn es einem gut geht und weil vorbeugen besser ist als bohren. Oder wenn man neue Bedürfnisse der Kunden erkannt hat, oder wenn man, wie Kolumbus einst, Neuland irgendwo vermutet. Doch wie geht das? In unserer Diskussionsrunde haben wir gesehen: Zum Sichneuerfinden braucht es…
• die richtige Balance zwischen Mut, Risiko und Sicherheit. Vor allem, wenn man z.B. wie MS Spaichingen 800 Leute beschäftigt.
Kooperationen und Partnerschaften. Motto: Konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen und hol‘ dir bei anderen Dingen Hilfe. Das ist schneller, besser und wirtschaftlicher. MS Spaichingen arbeitete zum Beispiel an einem Handschweißgerät. Bei Schweißgeräten verfügte das Unternehmen über viel Know-how, „Handgeräte“ aber konnten andere besser, z.B. ein Bohrmaschinenhersteller, mit dem sie dann kooperiert haben.
Mitarbeiter, die bei so einem Turnaround mitziehen und heiß aufs Neue sind. Da hat es ein junges Unternehmen leichter als so manches Traditionsunternehmen. LED Linear stellte von Beginn an gezielt neugierige, eigenständige und eigenverantwortliche Mitarbeiter ein, die selbst die Dinge in die Hand nehmen, auch mal einen Fehler machen, etwas ausprobieren und sich intensiv mit Markt und Kunden auseinandersetzen. Auch branchenfremde Kräfte sind gefragt.
• geschicktes Marketing der Innovationen. Diese Disziplin ging auch an den Raumfahrern nicht vorbei, die bei der ESA geschult wurden in Kommunikation und „Vermarktung“, weil die ja nicht zu den Kernkompetenzen von Wissenschaftlern gehören. Dr. Michael Kramer von LED Linear setzt ebenfalls voll auf Marketing und hat seine Dissertation über Innovationsmanagement geschrieben.

Es braucht schon Macherinnen und Macher, die sich immer wieder was trauen, Risikobereitschaft zeigen und schnell Dinge tun. Die aber auch schnell merken, dass etwas nicht geht und nach neuen Wegen suchen. Die großen Vorteile des Mittelstandes gegenüber Konzernen: Hier haben Machertypen mehr Chancen, Schnelligkeit, Flexibilität und die Nähe zum Kunden sind möglich.

Ach ja: Wenn Sie sich mal ein paar Erfolgsgeschichten anschauen möchten: Die „Innovatoren des Jahres“ 2014 wurden in der Größenklasse A die fiagon AG, in der Größenklasse B die Roche PVT GmbH und in der Größenklasse C die DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA. „Arbeitgeber des Jahres“ 2014 wurden in der Größenklasse A die easy­Soft. GmbH, in der Größenklasse B die Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH und in der Größenklasse C die Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG. Für den Fall, dass Sie Inspirationen suchen, um sich neu zu erfinden?

Möchten Sie sich neu erfinden?

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Am Anfang war die Idee. Zur Innovation wird sie erst, wenn sie erfolgreich im Markt realisiert wurde. Das heißt, dass aus der Idee ein Produkt oder eine Dienstleistung gezaubert wurde, für die Menschen wie Sie und ich Geld bezahlen. Im ersten Teil unserer Serie „Von der Idee zur Innovation“ erfahren Sie, wie Sie mit einem realistischen Mindset auf den Innovationsprozess zugehen.

Die Idee wird nicht immer zu einem Produkt. Manchmal kann sie auch Prozesse neu entwickeln oder optimieren, Abläufe und Verfahren effizienter und damit lukrativer machen, also Geld einsparen. Manche Ideen revolutionieren Märkte oder verändern sogar die Welt. Vorausgesetzt sie bleiben keine Idee, sondern werden mutig und erfolgreich als Innovation umgesetzt.

Wenn Sie für Ihre Firma, Ihren Bereich, Ihr Team, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung nach solchen bahnbrechenden Neuerungen streben, sollten Sie sich zu Beginn bewusst machen, welche Herausforderungen mit dem wohlklingenden Wort „Innovation“ verbunden sind, denn der Weg von der Idee zur Innovation ist lang und steinig. Nehmen wir einmal an, diese Wegstrecke sind 100% der Anstrengung, so fallen auf den ersten Teil der Ideenfindung ca. 10 bis 20% und auf den darauf folgenden Part der Ideenumsetzung 80 bis 90% des Krafteinsatzes. Überrascht?

Diese Zahlen sind geschätzte Erfahrungswerte aus meiner Arbeit mit Unternehmen unterschiedlichster Branchen und den Recherchen zu meinen Büchern. Auch wenn die Werte in einzelnen Fällen variieren, so zeigt sich doch ganz deutlich, dass der größte Teil der Anstrengung in der Umsetzung liegt.

In meinem letzten Buchtipp „Das Neue und seine Feinde“ war zu lesen, mit welchen Hindernissen Innovatoren zu kämpfen haben. Ganz viel Kraft geht für das Umschiffen von Bedenkenträgerklippen, Deshammanochniegmacht-Meutereien und Desbrauchtdochkeinmensch-Intrigen drauf. Sie brauchen Geld. Sie brauchen F&E-Ressourcen. Und Sie brauchen die richtigen Spinner. Seien Sie vorbereitet.

Haben Sie den Kraftaufwand für Ihre letzten Innovationsprozesse gemessen? Passt die 90/10-Aufteilung auch für Sie?

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MittelstandsSummitEine Frage, die ich mir jeden Tag stelle. Am 27. Juni 2014 darf ich diese Frage in Essen beim Deutschen Mittelstands-Summit anderen stellen, nämlich Prof. Dr. Ulrich Walter, Armin Distel von MS Spaichingen, Dr. Michael Kramer von LED Linear GmbH sowie Prof. Dr. Nikolaus Franke. Das wird spannend!
Spannend ist auch die Referentenliste: „Nächste Ausfahrt Zukunft – Wie verändert Innovation unsere Gesellschaft?“ diese Frage wird Ranga Yogeswhar beantworten und Prof. Dr. Ulrich Walter, Mitglied der D2 Mission wird über „One Team, One Dream – Risiken eingeschlossen“ sprechen.
Wegbereiter aus Leidenschaft – so lautet das Motto dieser interessanten Konferenz, auf der mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer und namhafte Wirtschaftsexperten die Erfolgsstrategien des Mittelstands vorstellen. Im außergewöhnlichen Ambiente des SANAA-Gebäudes diskutieren sie mit Politikern, Medienvertretern – und mir – über aktuelle und zukünftige Herausforderungen für den Mittelstand.
Bei der Abendveranstaltung wird Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer durch das Programm führen und die Auszeichnung der „Innovatoren des Jahres“ und der „Arbeitgeber des Jahres“ 2014 begleiten.
Ich freue mich schon darauf. Sind Sie auch dabei?