Wie man die Chancen der digitalen Transformation nutzt


Ein neues Büro in Berlin und ein neues Veranstaltungsformat: Die Amazon Academy brachte am 11. Juni 2015 Marketplace-Händler, Selfpublisher, Softwareentwickler, Wissenschaftler, Optimisten, Innovatoren und Experten zusammen, um Ideen und provokante Gedanken zu diskutieren. In den Vorträgen gab es eine Vielzahl von Impulsen dazu, wie wir Altes neu denken können und wie sich Hürden für Innovationen beseitigen lassen. Und ich mittendrin!

Das neue Amazon Büro, in dem 450 neue Arbeitsplätze entstehen werden, wurde durch Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber sowie Amazon-Chef-Entwickler Deutschland Ralf Herbrich eröffnet. Die Veranstaltung war weit mehr als eine Einweihungsfeier und wurde im neuen Format der Amazon Academy gestaltet, die eine Plattform für Kunden wie Start-ups und E-Book-Autoren für den Ideenaustausch und die Entwicklung innovativer Konzepte und neuer Geschäftsmodelle bot.

Die Keynote mit dem Thema „Spinnen ist Pflicht: Die Kunst der Innovation“ – das war mein Part. Auch wenn es um die digitale Zukunft ging, so habe ich über ein sehr analoges und gelungenes Beispiel für Innovationsprozesse aus dem Jahr 1492 gesprochen: Die Expedition von Christoph Kolumbus. Sie funktionierte nach dem Motto „Learning by Lossegeln!“, ein Vorbild für das Innovationsverhalten aller heutigen Unternehmen: Weg von der Angst vor Veränderung, weg von Sicherheits- und Kontrolldenken. Hin zu Expeditionen mit neugierigen, mutigen Kapitänen, die Neuland finden wollen!

Anschließend moderierte ich die Podiumsdiskussion unter dem Motto „Zukunft der Möglichkeiten“. Auf dem Podium: Blogger Richard Gutjahr, Geschäftsführer des IfH Köln, Kai Hudetz, die Forschungsleiterin des Gottlieb Duttweiler Instituts Karin Frick sowie Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber.

Einen Eindruck von der Veranstaltung zeigt das Video oben. Meine persönlichen Highlights:
Selfpublishing ist toll!
• Die Digitalisierung zieht einen grundlegenden Wandel in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen nach sich.
• Die Wertschöpfungsketten werden sich radikal durch die Digitalisierung verändern.
• Der Gründergeist regiert in Deutschlands Hauptstadt: In Berlin wird alle 20 Stunden ein neues Start-up gegründet!

Was bedeutet das für Ihr Business?

Das Unternehmen neu erfinden – Sommerzirkel-Interview mit Dieter Lagois

Das Unternehmen neu erfinden – Sommerzirkel-Interview mit Dieter Lagois

Längst hat sich die Erdgas Südwest vom reinen Erdgasversorger zum regionalen Energiepartner entwickelt, der alles aus einer Hand anbietet. Das Unternehmen geht neue Wege mit modernster Technik und innovativen Ideen. Heute beleuchten wir im Gespräch mit Dieter Lagois, Leiter Vertrieb und Zentrales Energiemanagement der Erdgas Südwest GmbH, wie man einen Rahmen dafür schafft, ein Unternehmen neu zu erfinden.

Wie sehen die Energiekonzepte der Zukunft aus? Worüber sollte ein Energieversorger heute nachdenken, um morgen die richtigen Angebote zu machen? Dieter Lagois arbeitet mit seinem Team an neuen Geschäftsmodellen und Ideen rund um das Thema Energie, die die Kunden von morgen glücklich machen. Die Initiatorinnen des Open Innovation Sommerzirkels (OISZ) 2014 – Birgit Heinermann und Anke Meyer-Grashorn – haben sich mit Dieter Lagois darüber unterhalten, wie sich das Unternehmen neu aufstellt, um den Zukunftsanforderungen gewachsen zu sein.

Herr Lagois, Sie geben uns beim Open Innovation Sommerzirkel einen Einblick in Ihre Zukunftsarbeit und stellen im Rahmen des Workshops „Geschäftsmodelle“ auch Ihre Ideen zur Diskussion. Welche Themen beschäftigen Sie und die Energie Südwest aktuell am meisten?
Dieter Lagois: „Die Unternehmenszukunft von Erdgas Südwest wird stark bestimmt von völlig neuen energiepolitischen Rahmenbedingungen. Da ist zum einen das Energiekonzept der Bundesregierung, das vorsieht, dass bis 2030 der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 30% beträgt. Zudem soll die Sanierungsrate für den gesamten Gebäudebestand auf jährlich 2% verdoppelt werden. Dazu kommt der nationale Energieeffizienz Allokationsplan: Er sieht eine Reduktion des Wärmebedarfs des Gebäudebestands bis 2050 um 80% vor. Ziel ist es, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu haben. Die in Deutschland noch nicht verankerte EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sieht darüber hinaus vor, dass ab 2020 alle neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude – annähernd Passivhausniveau – sein werden. Häuser werden also in absehbarer Zeit deutlich weniger Wärmeenergie benötigen.
Dazu kommt ein verändertes Kundenverhalten mit neuen Anforderungen: Die Kunden wollen mitmachen, fordern Selbstbestimmung. Das belegt die wachsende Zahl der Bürgerenergiegenossenschaften, die die Energieproduktion selbst in die Hand nehmen. Ganz oben bei den Kundenwünschen steht zudem Simplizität, insbesondere bei den Online-Services. Wird es zu kompliziert, steigen die Kunden aus.
Worauf wir uns auch einstellen, ist der Prosumer-Ansatz: Kunden sind nicht mehr nur Konsumenten, sondern z.B. mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach auch Produzenten. Kunden können sich in absehbarer Zeit selbst mit Energie versorgen.
Diese Veränderungen erfordern eine Erneuerung unseres Geschäftsmodells: Wir bieten jetzt autarke Energielösungen in Gemeinden und Kommunen an und ermöglichen Autarkie im B2C-Bereich. Wir entwickeln nachhaltige Energielösungen, die Ökologie, Ökonomie und partnerschaftlichen Umgang in Einklang bringen. Wir konzentrieren uns darauf, Energie von hier anzubieten und damit Unabhängigkeit von Energie- und Rohstoffimporten zu ermöglichen.
Sie sehen: Die Erdgas Südwest ist dabei, sich neu zu erfinden – unter Einbindung unendlicher Kreativität: Wir beziehen nicht nur Kunden, sondern auch Internetuser in die Produktentwicklung ein über Crowd Sourcing und Co-Creation.“

Aus Ihrer Erfahrung: Benötigen Innovationsteams besondere Arbeitsumgebungen, um erfolgreich zu sein?
Dieter Lagois: „Die Arbeitsumgebung ist ein Mosaikstein für innovatives Arbeiten und kann den Innovationsprozess unterstützen. Die Umgebung kann wie ein Katalysator wirken und bildet eine unterstützende Komponente im Innovationsprozess. Spezielle Arbeitsumgebungen und Perspektivenwechsel haben sich als förderlich erwiesen. Nichtdestotrotz wurden auch schon gute Ideen in klassischen Arbeitsumgebungen, also im Büro und Besprechungsraum, geboren.“

Welche Rolle spielt das Arbeitsumfeld, um kreative Prozesse, thinking out of the box etc. anzustoßen?
Dieter Lagois: „Die wichtigste Frage lautet: Welche Unternehmenskultur ist im Arbeitsumfeld eingebettet? Ist Querdenken erlaubt? Sind neue Ideen gewünscht und werden diese aufgenommen und weiterverfolgt? Wird Mut zu Neuentwicklungen und Vermarktung belohnt? Welche Bedeutung wird dem Thema Innovation im Unternehmen beigemessen, wenn es um Perspektiven, Zeit, Budget und das Erstellen einfacher Dieter Lagoisgeht?“

Gibt es dazu in Ihrem Unternehmen Beispiele?
Dieter Lagois: „Wir veranstalten regelmäßig die Erdgas-Südwest-Innovationstage an unterschiedlichen Locations, damit wir aus der gewohnten Umgebung herauskommen. Dann gibt es Innovationsworkshops mit Kunden, sowohl bei der Erdgas-Südwest als auch beim Kunden. Wichtig ist, dass Innovation unkompliziert ist: Mitarbeiter können jederzeit spontane Einladungen zur bereichsübergreifenden Entwicklung von Ideen und Lösungsvorschlägen aussprechen.“

Welche Bedeutung hat für Sie als Innovationsverantwortlicher die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten für den Innovationsprozess und die Innovationsqualität?
Dieter Lagois: „Zuerst möchte ich vorausschicken: Ich bin nicht DER Innovationsverantwortliche im Unternehmen, sondern alle Mitarbeiter haben diese Rolle.
Meine Kernfrage Nummer eins lautet: Wie erkenne ich rechtzeitig neue Trends? Dazu haben wir die Innovation in den Zielvereinbarungen verankert und sorgen dafür, dass wir disziplinübergreifend – einzeln oder als Team – teilnehmen an unterschiedlichen Seminaren und Kongressen. Dazu kommen die klassische Medienrecherche und Marktforschung sowie die Analyse des Feedbacks der Kunden sowie der Kundenbetreuer.
Meine Kernfrage Nummer zwei lautet: Möchte ich diesem Trend folgen? Hier selektieren wir nach sachlogischen Verfahren, also anhand einer Bewertungsmatrix und wir betreiben Innovations- und Marktforschung. Und weil sich nicht alles rational beurteilen lässt, ist für uns auch Intuition ein Kriterium, einen Trend zu bewerten.
Die Klärung dieser beiden Fragen wirkt sich signifikant auf den Innovationsprozess und seine Qualität aus. Qualität fängt immer am Anfang an. Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit, Märkte selbst zu erschaffen mit Produkten, die heute noch niemand kennt!“

Wie wichtig sind „Querdenker“ in Ihrem Team?
Dieter Lagois: „Gibt es tatsächlich noch Leute, die glauben, Querdenker seien unwichtig?“

Wie halten Sie Mitarbeiter mit Potential/Leistungsträger in Ihrem Team/Unternehmen?
Dieter Lagois: „Wir erstellen für jeden Mitarbeiter ein persönlichen Entwicklungsplan. Dann sorgen wir für kulturelle Attraktivität und bieten große Freiräume zur Umsetzung neuer Ideen, die Übertragung von Verantwortung und sehr einfache Entscheidungsprozesse. Unser Ziel ist es, sinnstiftend in allem was wir tun zu sein, hohe Kollegialität und einen offenen Umgang in einer tollen Arbeitsumgebung zu pflegen. Das Wichtigste ist ein hoher Entfaltungsspielraum: Gestalter und Macher sind bei uns willkommen!“

Warum nehmen Sie am diesjährigen Open Innovation Sommerzirkel teil?
Dieter Lagois: „Für mich ist es wichtig, mein branchenübergreifendes Netzwerk zu erweitern sowie neue Produktimpulse und aktuelle Trendinfos zu erhalten.“

Worauf freuen Sie sich am meisten?
Dieter Lagois: „Auf den Austausch mit vielen netten und kreativen Menschen!“

Vielen Dank!

Hintergrundinformation Dieter Lagois:
Dieter Lagois verfügt über eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker (Telekom) und ein Studium zum Dipl.-Oecotroph. Nach einem Traineeprogramm bei der EnBW war er dort als Account Manager B2B, Einkaufscontroller, Einkaufsleiter, Niederlassungsleiter der Vertriebsniederlassungen Karlsruhe und Frankfurt sowie zuletzt als Leiter Key Account Management für Stadtwerke, Industriekunden und Vertriebsmarketing tätig. Bei Erdgas-Südwest ist er Leiter des Vertriebs und ist verantwortlich für die Bereiche B2B, B2C, Zentrales Energiemanagement (Portfoliomanagement, Energieeinkauf, Energielogistik) sowie Marketing.
www.erdgas-suedwest.de

Das Trend-Einmaleins der Innovationstreiber lernen – Sommerzirkel Interview mit Dr. Pero Mićić

Das Trend-Einmaleins der Innovationstreiber lernen – Sommerzirkel Interview mit Dr. Pero Mićić

Dr. Pero MicicWas bringt uns die Zukunft? Dr. Pero Micic, einer der führenden Experten für Zukunftsmanagement, hält am ersten Tag des Open Innovation Sommerzirkels 2014 (OISZ) eine spannende Keynote mit dem Titel „Raus aus der Kurzfrist-Falle“ über bedeutende Trends und deren Auswirkungen auf unser Geschäft. Die Initiatorinnen des OISZ 2014 – Birgit Heinermann und Anke Meyer-Grashorn – haben sich mit Dr. Pero Mićić darüber unterhalten, warum man diese Veranstaltung nicht verpassen sollte.

Herr Dr. Mićić, welche spannenden Fragen an die Zukunft werden Sie mit den Teilnehmern des Open Innovation Sommerzirkels diskutieren?
Dr. Pero Mićić: „Wir werden uns intensiv mit den Entwicklungen, Trends und Potenzialen beschäftigen, mit denen sich ein Unternehmen aktiv auseinandersetzen sollte, wenn es über das eigene zukünftige Geschäft nachdenkt. Unverzichtbares Zukunftswissen, das kleine Trend-Einmaleins der Innovationstreiber und –verantwortlichen.
Zudem werde ich zwei wichtige Zukunftsaspekte beleuchten, die mir besonders am Herzen liegen, weil sie den Ausschlag dafür geben, ob dieses Zukunftswissen auch entsprechend interpretiert und – darauf liegt unser Schwerpunkt – auch anwendbar gemacht wird.
Aspekt Nummer eins: Wir Menschen sind ein homo praesens, wir sind gemacht für ein Leben in der Gegenwart. Leider laufen wir damit Gefahr, uns täglich die Zukunft zu versauen. Warum treffen wir wider besseren Wissens falsche Entscheidungen? Warum setzen wir die richtigen Entscheidungen nicht um? Wie gelingt es uns, die chronische Kurzfristdenke zu überwinden? Darüber werden wir sprechen.
Aspekt Nummer zwei: Emotionale Beteiligung der Akteure. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmen und ihre erfolgreiche Zukunft ist Kontinuität. Entscheidend ist, dass den Beteiligten der Erfolg der Vision und der Ziele tatsächlich emotional wichtig ist. Wer Entscheidungen für die Zukunft trifft und sie verwirklichen soll, muss von den Erfolgen und Misserfolgen auch selbst betroffen sein. Sonst bleibt der kurzfristige Gewinn im Fokus. Unternehmen mit hoher Kontinuität bei Eignern, Führungskräften und Mitarbeitern verhalten sich wesentlich zukunftsintelligenter als Unternehmen, deren Aktien nur ein paar Tage gehalten werden. Weiter reicht dann nämlich auch der Zeithorizont des Top-Managements nicht.“

Welche Bedeutung hat die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten für den Innovationsprozess und die Innnovationskraft von Unternehmen?
Dr. Pero Mićić: „Ideen zu entwickeln braucht Inspiration. Innovation zu verwirklichen braucht strategische Orientierung, damit es nicht zur Verzettelung führt. Für beide Zwecke ist der systematische Umgang mit der Zukunft enorm hilfreich. Entscheidend ist die praktische Wirksamkeit des Zukunftsmanagements. Wer nur ein paar Megatrends analysiert, wird leicht enttäuscht sein. Man muss tiefer, breiter und weiter gehen, damit es wirklich inspiriert und orientiert.“

Warum sollte man den Open Innovation Sommerzirkel nicht verpassen?
Dr. Pero Mićić: „Wir haben es selbst in der Hand, die Zukunft unserer Unternehmen aktiv zu gestalten. Dazu ist es wichtig, die Zukunftsbrille aufzusetzen, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Zirkel bietet gute Möglichkeiten, sich entsprechendes Wissen anzueignen und über den Tellerrand der eigenen Branche zu blicken.“

Herr Dr. Mićić, vielen Dank für dieses Interview!

Zur Person
Dr. Pero Mićić gilt international als ein führender Experte für Zukunftsmanagement. Er ist Vorstand der FutureManagementGroup AG, deren Mission es ist, Top-Entscheidern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu helfen, mehr von der Zukunft zu sehen als die Konkurrenz.
Dr. Pero Mićić berät die Führungsteams und Zukunftsexperten großer Konzerne und führender Mittelständler zu Ergebnissen und Methoden der unternehmerischen Zukunftsforschung und begleitet sie bei der Umsetzung in praktische Marktchancen und Strategien.
Er ist Keynote-Speaker auf Fachtagungen und Festveranstaltungen in Städten wie Mexico, Houston, Washington, Warschau, London, Paris, Barcelona, Budapest, Prag, Moskau, Singapur und Kuala Lumpur. Er studierte Wirtschaftswissenschaft und Future Studies in Deutschland und den USA und promovierte in Großbritannien über “Phenomenology of Future Management in Top Management Teams”. Pero Mićić ist Autor von sechs Büchern, darunter zuletzt „Wie wir uns täglich die Zukunft versauen: Raus aus der Kurzfrist-Falle“ (2014), “Die fünf ZukunftsBrillen” (2007); “Das Zukunfts-Radar” (2006) und “Der ZukunftsManager” (2003). Er entwickelte das “Eltviller Modell” des Zukunftsmanagements und ist Dozent an renommierten Universitäten und Akademien.
Pero Mićić ist Gründungsmitglied der Association of Professional Futurists (Berufsverband) in den USA, Vorsitzender des Beirats der European Futurists Conference, Vorsitzender der Konferenz “Internationales Trend- und Zukunftsmanagement” und Beirat des weltweit ersten und ältesten Master-Studiengangs in Future Studies in Houston (USA).
Weitere Informationen unter www.Micic.com und www.FutureManagementGroup.com.

Zukunft ohne Glaskugel – Sommerzirkel-Interview mit Martina Schwarz-Geschka

Zukunft ohne Glaskugel – Sommerzirkel-Interview mit Martina Schwarz-Geschka

Heute ist morgen schon gestern – so lautet das Motto unseres Themenblocks Nr. eins beim Open Innovation Sommerzirkel 2014. Eine der Referentinnen: Martina Schwarz Geschka. Sie ist als Partner und Senior Consultant bei der Geschka & Partner Unternehmensberatung Spezialistin für Szenarien für Großunternehmen, mittelständische Unternehmen und Institutionen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, warum sich Unternehmen ein Bild von ihrer Zukunft machen sollten.

Szenarien sind eine wichtige Grundlage für die mittel- bis langfristige Strategieentwicklung und -überprüfung für Unternehmen. Sie liefern wichtige Ansatzpunkte für Entscheidungen über eine Technologie- und Innovationsstrategie, die Suche nach neuen Geschäftsfeldern sowie zu großen Investitionen.

Die Szenariotechnik ist ein Instrument der Zukunftsanalyse. 1976 von Prof. Geschka und Mitarbeitern beim Battelle-Institut entwickelt, wird sie seitdem permanent weiterentwickelt und verbessert. Mit ihrer Hilfe werden alternative, konsistente Zukunftsbilder für ein bestimmtes Thema erstellt. In einem komplexen und dynamischen Unternehmensumfeld liefern Szenarien eine wichtige Orientierung für strategische Überlegungen und helfen, Unsicherheiten über zukünftige Entwicklungen und damit die Gefahr von Fehlentscheidungen zu reduzieren.

Diese Szenarien werden auf dem Open Innovation Sommerzirkel (OISZ) 2014 ein wichtiges Thema sein. Die Initiatorinnen des OISZ – Birgit Heinermann und Anke Meyer-Grashorn – haben sich mit Martina Schwarz-Geschka über ihren Vortrag unterhalten:

Was ist für Sie das Besondere am Open Innovation Sommerzirkel?
Martina Schwarz-Geschka: „Ich habe bisher ja noch bei keinem Open Innovation Sommerzirkel mitgemacht. Aber die Bilder, die ich gesehen habe, sind vielversprechend: Eine tolle Location, eine gänzlich andere Atmosphäre, z.B. mit Lagerfeuer und Aufderwiesesitzen, und Teilnehmern, die sehr offen sind und Spaß haben beim Austausch mit ‚Artgenossen‘. Nicht zu vergleichen mit der Atmosphäre in einem Konferenzhotel! Dazu interessante Vorträge von hochkarätigen Referenten. Ein Szenario, auf das ich persönlich sehr gespannt bin!“

Welche Bedeutung hat die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten für den Innovationsprozess und die Innovationsqualität von Unternehmen?
Martina Schwarz-Geschka: „Im Innovationsmanagement werden Entscheidungen für die Zukunft getroffen, man ist verantwortlich für die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft – eigentlich müsste man über die Bedeutung des Zukunftsbezugs gar nicht reden müssen. Gerade in den frühen Phasen des Innovationsprozesses, in denen wir beratend tätig sind – die strategische Ausrichtung eines Unternehmens und die Ideenfindung, -bewertung, und -auswahl, ist es sehr wichtig, mit zukunftsbezogenen Informationen zu arbeiten. Wir nutzen insbesondere die Szenariotechnik und die Arbeit mit Trends. Und wir merken, dass sich dieses Thema herausbewegt aus der klassischen F&E-Ecke: Auch beispielsweise Betriebsräte, das produzierende Gewerbe, New Business Development Abteilungen oder Dienstleister arbeiten mit unserer Szenariotechnik.“

Worum geht es in Ihrem Vortrag?
Martina Schwarz-Geschka: „Wir konstruieren Zukunftsbilder. Wir analysieren, was auf uns zukommt. Die Frage, welche Entwicklungen möglich sind, überlassen wir nicht der Glaskugel. Wir beschreiben verschiedene Zukunftsbilder. Wir beleuchten Chancen und Risiken, um besser auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. In meinem OISZ-Vortrag werde ich die Methodik interaktiv vorstellen, das heißt, wir werden anhand eines Beispiels Zukunftsbilder zusammenpuzzeln. Und wir stellen uns Fragen: Wie komme ich zu Aussagen? Wie füge ich sie zusammen? Und was mache ich dann damit?“

Wie wichtig sind „Querdenker“ bei diesem Prozess?
Martina Schwarz-Geschka: „Querdenker sind sehr wichtig – sie bringen andere, neue Sichtweisen ein und können so ‚Denkroutinen‘, die wir alle haben, aufbrechen. Sie bringen Inspiration. Daher ist es mir auch wichtig, dass die Teams heterogen zusammengesetzt sind – Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen, mit unterschiedlichem Erfahrungshorizont, Geschlecht und Alter. Je breiter der Gedankenhorizont desto fruchtbarer sind die Ergebnisse für den Kunden.“

Was glauben Sie, welche Trends werden die Zukunft der Unternehmen in Deutschland am meisten beeinflussen?
Martina Schwarz-Geschka: „Da ist zum einen die Informations- und Kommunikationstechnologien als Querschnittstechnologie, die alle Bereiche – ob privat oder im Beruf – vernetzt und verändert, z.B. in Prozessen und Produktionsabläufen. In Deutschland wird sich zudem durch die demographische Entwicklung und die Veränderung der Altersstruktur ein gesellschaftlicher Wandel ergeben. Wenn im Zeitraum zwischen 2025 und 2030 die geburtenstarken Jahrgänge das Arbeitsleben verlassen werden, wird das zu einem enormen Erfahrungsverlust für die Wirtschaft führen. Die Integration ausländischer Arbeitskräfte wird viel Multikulti-Wissen von den Unternehmen verlangen. Verstärkt wird diese Anforderung durch die zunehmende Globalisierung und internationale Vernetzung. Dadurch werden sich Märkte, Prozesse und Unternehmensstrukturen verändern. Es wird dynamischer und globaler, die Szenarien werden komplexer. Ich kann nur allen Unternehmen raten, sich jetzt mit der Zukunft zu beschäftigen.“

Vielen Dank!

Zur Person Martina Schwarz-Geschka
Martina Schwarz-Geschka hat Betriebswirtschaftslehre in Gießen und Mannheim studiert. Anschließend war sie im Bereich Controlling/Marktforschung der BfG Bank AG in Frankfurt tätig (1992-1996). Seit 1992 arbeitete sie freiberuflich für die Geschka & Partner Unternehmensberatung und ist seit 1998 Partnerin der Gesellschaft. Durch die Projektleitung einer Reihe großer Szenariostudien hat sie umfassende Kompetenz in der Anwendung der Szenariotechnik aufgebaut. Neben der Beratung führt sie Trainings durch und ist Referentin der Zürich International Business School, Schweiz.

Kundenbedürfnisse antizipieren – Sommerzirkel-Interview mit Peter Liedtke

Kundenbedürfnisse antizipieren – Sommerzirkel-Interview mit Peter Liedtke

Ein Stammgast beim Open Innovation Sommerzirkel ist Peter Liedtke, Geschäftsführer der Bezirksverwaltung Süd bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, warum er regelmäßig den OISZ besucht und wie er sich innovativ hält.

Die BG BAU ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und baunahe Dienstleistungen in Deutschland. Sie bildet, wie die Kranken- und Rentenversicherung, eine Säule im deutschen Sozialversicherungssystem. Sie fördert Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb sowie am Arbeitsplatz und vermeidet so Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.

Der Tunnelblick ist zwar keine Berufskrankheit, aber ein Problem, mit dem sich Führungskräfte regelmäßig auseinandersetzen müssen, um stets den freien Blick auf die Kundenbedürfnisse von morgen zu haben. Die Initiatorinnen des Open Innovation Sommerzirkel (OISZ) 2014 – Birgit Heinermann und Anke Meyer-Grashorn – haben sich mit Peter Liedtke darüber unterhalten, wie man dem Tunnelblick vorbeugen und innovativ bleiben kann:

Was ist für Sie das Besondere am Open Innovation Sommer Zirkel?
Peter Liedtke: „Fünf Gründe führen mich jedes Jahr zum OISZ: Erstens: Ich nehme mir Zeit, die ich mir für das wichtige Thema Innovation sonst nur selten nehme. Zweitens: Ich treffe eine große Anzahl an kreativen Köpfen aus ganz anderen Branchen. Drittens: Ich erhalte Anregungen, Denkanstöße und Inspiration, während ich anderen Anregungen, Denkanstöße und Inspiration anbiete. Viertens: Ich genieße die urige Location, die Ruhe und die Gastfreundschaft mitten im Allgäu. Und schließlich fünftens: Ich gehe regelmäßig mit mehr Ideen nachhause, als ich Fragen mitgebracht habe!“

Welche Bedeutung hat für Sie als Innovationsverantwortlicher die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten für den Innovationsprozess und die Innovationsqualität?
Peter Liedtke: „Die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten löst den Blick aus der Binnensicht und lässt uns das künftige Verhalten, die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Mitgliedsunternehmen und unserer Versicherten besser antizipieren.“

Wie wichtig sind „Querdenker“ in Ihrem Team?
Peter Liedtke: „Querdenker stellen etablierte Verfahren und konformes Denken in Frage. Sie geben sich nicht mit dem Althergebrachten und dem immer Gleichen zufrieden.
Sie zwingen uns zu einer regelmäßigen Auseinandersetzung mit dem Status Quo und locken uns aus unseren Komfortzonen. Der Umgang mit Querdenkern ist mindestens anstrengend, manchmal sehr zeitaufwändig, führt aber sehr oft zu wichtigen Erkenntnissen und Einsichten sowie mittelbar zu sinnvollen und zweckmäßigen Lösungen.“

Wie halten Sie Mitarbeiter mit Potential/Leistungsträger in Ihrem Team/Unternehmen?
Peter Liedtke: „Da hier die finanziellen Möglichkeiten einer Körperschaft des öffentlichen Rechts begrenzt sind, sind ein Höchstmaß an Eigenverantwortlichkeit, die Beteiligung an übergeordneten Entscheidungen, regelmäßige, gegenseitige Information, Wertschätzung und das Erzielen gemeinsamer Erfolge besonders wichtig, um Leistungsträger an uns zu binden.“

Aus Ihrer Erfahrung: Benötigen Innovationsteams besondere Arbeitsumgebungen, um erfolgreich zu sein?
Peter Liedtke: „Wir haben festgestellt, dass das von unseren Kolleginnen und Kollegen – auch themenbezogen – ganz unterschiedlich empfunden wird. Unsere Arbeitsumgebung ist technisch und ergonomisch zwar up-to-date, aber doch konventionell. Wir haben allerdings gute Erfahrungen damit gemacht, das tägliche Umfeld für Workshops komplett zu verlassen und damit das gewohnte Denken auch…!“

Vielen Dank!

Hintergrundinformation Peter Liedtke:
Peter Liedtke ist Geschäftsführer der Bezirksverwaltung Süd bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Er hat Finanzwirtschaft und Wirtschaftsinformatik studiert, war einige Jahre als CIO für die IT der BG BAU verantwortlich und leitet mit der BV Süd seit zwei Jahren eine Organisationseinheit mit ungefähr 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Über Bierdeckel mit guten Ideen und beleuchtete Gehirne im Einmachglas – Sommerzirkel-Interview mit Andrew Muirhead

Über Bierdeckel mit guten Ideen und beleuchtete Gehirne im Einmachglas – Sommerzirkel-Interview mit Andrew Muirhead

Innovationsgespür pur – dafür steht Andrew Muirhead, Leiter der Product Division für Original Equipment Innovation bei der Lufthansa Technik AG. Auch dieses Jahr wird er wieder den Open Innovation Sommerzirkel besuchen. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was er von der Veranstaltung mitnimmt, welche Innovationskultur er etabliert hat und warum Innovation nicht am Schreibtisch stattfindet.

Gute Ideen rund ums Fliegen – dafür steht die Lufthansa. Dass die Lufthansa Technik auch ein Hersteller ist, der zusätzlich die Flugkabinen anderer Fluglinien mit innovativem Innenleben ausstattet, weiß nicht jeder. Im Geschäftsbereich „Original Equipment Innovation“ bei der Lufthansa Technik in Hamburg sind rund 120 Mitarbeiter unterschiedlichster Disziplinen mit der Entwicklung und Produktion von Kabinen-Produkten betraut. Dazu gehören z.B. Systeme wie nice, niceview, GuideU, die nächste Generation selbstleuchtender Fluchtwege-Markierungssysteme, eine Patient Transport Unit (PTU), ein W-LAN Router, der fliegend schneller und unkomplizierter arbeitet als die meisten Netzwerke am Boden oder HelioJet, ein Lichtsystem mit qualitätsstabiler LED-Technologie.

An der Spitze dieses Teams steht Chefinnovator Andrew Muirhead. Den Open Innovation Sommerzirkel (OISZ) besucht er 2014 schon zum dritten Mal und da wollten Birgit Heinermann und Anke Meyer-Grashorn, die beiden Frauen hinter dem OISZ, einmal von ihm wissen, warum das so ist:

Was ist für Sie das Besondere am Open Innovation Sommer Zirkel?
Andrew Muirhead: „Networking mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, die mit Innovation zu tun haben und sich mit neuen Themen und Geschäftsmodellen auseinandersetzen wollen. Für mich ist der Blick über den Tellerrand ganz wichtig, sonst bleibt man zu sehr den Themen und Lösungen aus der eigenen Branche verhaftet. Beim Sommerzirkel erhalte ich immer schnell ganz neue Einblicke und viele gute Anstöße für meine Arbeit.“

Was unterscheidet diese Veranstaltung von anderen Innovationsveranstaltungen?
Andrew Muirhead: „Der Sommerzirkel ist informeller, die Gespräche sind lockerer, offener. Im Anzug verhalte ich mich anders als in Jeans und T-Shirt. Ich würde sagen, der OISZ bietet mir Brainstorming im Gegensatz zum formellen Austausch auf anderen Veranstaltungen.“

Welche Bedeutung hat für Sie als Innovationsverantwortlicher die Arbeit mit Trends und anderen Zukunftsinstrumenten für den Innovationsprozess und die Innovationsqualität?
Andrew Muirhead: „Sehr wichtig! Zwei Faktoren spielen dabei für uns eine wichtige Rolle: Zum einen ist es für die langfristigen Innovationen wichtig, die Trends im Markt zu kennen, damit wir nicht an den Bedürfnissen von morgen vorbeientwickeln. Am wichtigsten ist für uns jedoch, dass wir den zweiten Faktor, die unmittelbaren ‚Customer Pains‘, also die Bedürfnisse unserer Kunden, kennen. Nur wenn wir wissen, was unsere Kunden heute und morgen brauchen, können wir ihre Bedürfnisse antizipieren und die passenden Produkte entwickeln.“

Wie wichtig sind „Querdenker“ in Ihrem Team?
Andrew Muirhead: „Sehr wichtig! Dabei schätzen wir eine gute Mischung aus Querdenkern und Menschen, die an Prozessen entlang denken können. Da Sicherheit für uns ein sehr wichtiger Aspekt ist, wären 100% Querdenker im Team eine Herausforderung. Wir brauchen die Querdenker, die das Traditionelle, Konservative durchbrechen und unser Universum erweitern und wir brauchen die Prozessdenker, die eine sichere Lösung auf den Weg bringen!“

Wie halten Sie Leistungsträger in Ihrem Team?
Andrew Muirhead: „Wir pflegen eine Umgebung, bei der Begeisterung im Vordergrund steht. Wer eine Idee hat, ist auch gleichzeitig verantwortlich dafür, sie umzusetzen: Ideengeber = Ideenbesitzer. Gerade Ingenieure sind Feuer und Flamme für dieses Prinzip, denn es bedeutet, dass sie sich neue Aufgaben selbst schaffen können und nicht jahrelang den gleichen Job machen müssen.“

Gibt es so etwas, wie eine Innovationskultur in Ihrem Unternehmen?
Andrew Muirhead: „Unsere Innovationskultur geht weit über das betriebliche Vorschlagswesen zur Verbesserung von Prozessen, das es bei uns natürlich auch gibt, hinaus. Sie beginnt beispielsweise bei der Ideensammlung nach dem Bierdeckel-Prinzip. Auf der einen Seite des Bierdeckels steht ‚What’s the pain?‘, auf der anderen ‚What’s to gain? Die beiden Grundannahmen dieses Prinzips: Die meisten wirklich guten Ideen wurden auf Servietten und Bierdeckeln festgehalten und wenn man eine Idee nicht kurz auf einem Bierdeckel erklären kann, ist sie nicht gut. Vor meinem Büro steht ein Bierfass, in das alle Mitarbeiter die Bierdeckel einwerfen können und das jede Woche geleert wird. Unsere Innovationskultur ist wirklich umfassend und reicht bis hin zu einer Wandertrophäe – dem ‚Brain of the year‘, das sich verdiente Ideenfinder ein Jahr lang auf ihren Schreibtisch stellen können.
Brain of the year

Aus Ihrer Erfahrung: Benötigen Innovationsteams besondere Arbeitsumgebungen, um erfolgreich zu sein?
Andrew Muirhead: „Natürlich! Unsere Abteilung wurde 2002 gegründet. Wir kamen aus einem klassischen Bürogebäude mit geschlossenen Einheiten. Dann haben wir uns nach einem alten Gebäude umgesehen und dieses rund um unsere Innovationsprozesse gestaltet. Die neuen offenen Räume veränderten die Kommunikation enorm. Wir haben jetzt keine Meetingräume mehr, sondern Brainstorming-Räume mit bequemen Sitzecken. Das Informelle ist für uns ganz wichtig, denn in diesem Ambiente entstehen wertvolle Ideen. Wir haben zudem Rückzugsräume eingerichtet, wenn mal jemand im Stillen über etwas nachdenken will. Und wir haben Bastelzimmer im Angebot, weil wir glauben, dass Innovation nicht am Schreibtisch stattfindet. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass die echten Ingenieure die sind, die etwas bauen und erschaffen wollen. Und dafür brauchen sie ein geeignetes Umfeld – fernab von Telefon, PC und Standard-Schreibtisch.“

Was glauben Sie, welcher Trend wird Ihre berufliche Zukunft am meisten beeinflussen?
Andrew Muirhead: „In der Luftfahrtbranche ist Mobilität unser Kerngeschäft. Ich glaube, dass der Konzept der ‚Connected Global World‘ unser Geschäft sehr stark prägen wird. Die Menschen sind heute mit ihren Tablets und Smartphones in der Lage, mobil zu arbeiten und können auf unterschiedlichsten Wegen zu den Informationen kommen, die sie benötigen. Für uns stellt sich natürlich die Frage, welche Erwartungen unsere Passagiere entlang der Reisekette haben, mit welchen Geräten sie wann wo und wie auf welche Daten zugreifen wollen. Schon heute drehen sich ca. 30 bis 40% unserer Innovationsprojekte rund um dieses Thema!“

Vielen Dank!

Hintergrundinformation Andrew Muirhead:
Andrew Muirhead ist seit 2014 Leiter der Product Division Original Equipment Innovation bei der Lufthansa Technik AG, verantwortlich für die Entwicklung und Herstellung von sämtlichen Luftfahrtbauteilen, die die LHT selbst herstellt. Davor war er von 2003 bis 2013 Director Business Unit Innovation, verantwortlich für die Entwicklung und Herstellung von LHT hergestellten Kabinensystemen. Von 1999 bis 2002 war er als Section Manager Engineering zuständig für die Installation und Zulassung von Kabinensystemen. Davor war er als Entwicklungsingenieur im Bereich Avionik und als Unternehmensberater bei Andersen Consulting tätig.
Andrew Muirhead hat Avionics Engineering an der RMIT University in Australien studiert.

Was Spinnen im Biergarten mit Innovation und Informationstechnologie zu tun hat

Was Spinnen im Biergarten mit Innovation und Informationstechnologie zu tun hat

IT ist mehr als Bits und Bytes: Sie ist die Grundlage für Zusammenarbeit, Kommunikation und für Kreativität in der Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ermöglicht Innovationen und treibt sie gleichzeitig voran. Mit einem, der seit vielen Jahren mitten in der IT steckt und vielen Unternehmen eine funktionierende IT bereitstellt – Holger Schmieder, Geschäftsführer der Schmieder it-solutions GmbH – habe ich mich darüber unterhalten, wie das Neue in die IT kommt.

Herr Schmieder, am 15.10.2014 darf ich für Schmieder’s IT Talk zum Thema „Spinnen ist Pflicht“ referieren. Warum haben Sie sich dazu entschlossen, über dieses Thema mit Ihren Kunden zu sprechen?
Holger Schmieder: „Wir merken zusehends, dass IT in den Unternehmen reaktiv gestaltet wird. Das heißt: Da kommt eine Anforderung von einer Fachabteilung und dann wird eine Lösung dazu gestrickt. Zeitmangel und Budgetknappheit fördern kurzfristig annehmbare Lösungen, die keinesfalls zukunftstauglich sein können. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich Unternehmen, die sich jährlich im Rahmen unseres IT-Health-Checks strategische Gedanken rund um technische und anwendungsbezogene Anforderungen machen, langfristig mit nicht nur mit den klügeren, sondern auch mit den kostengünstigeren Lösungen ausstatten. Dieses Denken wollen wir fördern.“

Wie sind Sie darauf gekommen?
Holger Schmieder: „Wir haben eine Reihe von Biergartenabenden mit unseren Kunden in diesem Sommer dafür genutzt, unser Ohr an die Bedürfnisse der Anwender zu legen. Wir wollten wissen, was mittelständische Unternehmen so beschäftigt, wenn sie über ihre IT nachdenken. Das Beruhigende für uns war der der Befund, dass bei den Themen, die wir für unsere Kunden betreuen – z.B. Datensicherheit, Serverlösungen, mobile Arbeitsplätze, kostenoptimierte IT-Lösungen sowie LAN- und WLAN-Lösungen – eigentlich alles gut ist. Nicht für alle genannten Probleme können wir als IT-Systemhaus eine Lösung finden, aber viele Fragestellungen fanden wir so interessant, dass wir sie in die Welt tragen wollen. Einige werden wir in den kommenden Wochen in unserem Blog zur Diskussion stellen, einige werden bei Schmieder’s IT Talk  zur Sprache kommen.“

Wir bringen Sie das Neue in die IT?
Holger Schmieder: „Wir beschäftigen uns damit, vor allem junge Talente in die IT zu bringen. Wir bieten unterschiedliche Ausbildungen an, um die IT-Innovatoren von morgen zu etablieren, z.B. auch einen Studienplatz zum Bachelor of Science im Dualen Studium an der DHBW Stuttgart Horb. Die IT braucht begeisterten Nachwuchs, Wirtschaftsinformatiker und vor allem Informatikerinnen! Der Frauenanteil in der IT ist immer noch sehr gering. Zudem pflegen wir einen engen Austausch mit den Experten unserer Hersteller, damit wir technisch immer auf dem neuesten Stand sind. Und natürlich haben wir Ihr Buch gelesen, Frau Meyer-Grashorn, und deshalb gilt auch für uns ‚Spinnen ist Pflicht!‘. Und so ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Kunden für wilde, neue IT-Lösungen zu begeistern.“

Zum Beispiel?
Holger Schmieder: „Cloudcomputing. Immer noch spüren wir die Skepsis auf Seiten der Entscheider. Nicht sicher genug. Kontrolle fehlt. Der IT-Leiter oder Geschäftsführer traut sich nicht. Das hören wir dann. Obwohl wir für alle Bedenken stichhaltige Fakten und Technologien haben. In unserer BaWü-Cloud.de – unserem Hostingangebot für mittelständische Unternehmen – arbeiten wir mit modernsten Sicherheitsmechanismen, die sonst nur Großunternehmen einsetzen. Sobald man mobil arbeiten oder auch nur Daten absichern will, sind unsere Hosting Services eine Option mit sehr hoher Flexibilität und perfekter Sicherheit. Ich behaupte, dass wir Daten mindestens so sicher aufbewahren können, wie die Unternehmen selbst! Das ist das Neue in der IT, und dafür werden wir die Kunden begeistern!”

Vielen Dank!

Die Schmieder it-solutions GmbH mit Sitz in Pliezhausen ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen und –Komplettlösungsanbieter. Sie übernimmt – je nach Anforderung – die Projektplanung und -durchführung, Auswahl, Installation, Systemintegration, Wartung, den kompletten Betrieb sowie die strategische, langfristige Beratung. Die vorwiegend mittelständischen Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie aus dem Finanzmarkt profitieren von langjährigem Know-how zu komplexen Fachgebieten, wie z.B. Security, Storage, Enterprise Computing oder Lösungsthemen aus einer Hand. Dazu kommt ein Produktportfolio, das die führenden IT-Anbieter und zukunftsorientierten Brandnames in den jeweiligen Fachgebieten widerspiegelt.

Schmieder’s IT Talk: Spinnen ist Pflicht!
15.10.2014, 15:00 – 20:00 Uhr, 72654 Neckartenzlingen
Wie gelingt es, die Alltagsroutine zu durchbrechen und groß zu denken? Wie entwickelt man Ideen mit echtem Innovationspotenzial? Wie können wir möglichst viele Akteure im Unternehmen am kreativen Prozess beteiligen? Anke Meyer-Grashorn zeigt, wie Sie neue Ideen mit System und Methode einfach selbst „produzieren“ können, wie Sie trotz Alltagstrott auf andere Gedanken kommen und wie scheinbar „verrückte“ Methoden und Prozesse zu effizienteren und besseren Ergebnissen führen. Im Anschluss an den Vortrag werden einige der Kreativitätstechniken in die Tat umgesetzt. Anmelden können Sie sich hier.

Wie Sie komplexe Projekte kreativ und erfolgreich managen

Wie Sie komplexe Projekte kreativ und erfolgreich managen

Das mit dem Projektmanagement ist so eine Sache: 100 Emails pro Tag, zehn Meetings pro Woche, alle sind unterwegs und dann noch Termine, Abgabefristen und möglichst kreativ sein! Geht nicht? Doch! Wie, das zeigt der Citrix Thementag Projektmanagement 2.0. Denn mit ein paar Tricks, dem richtigen Werkzeug, dem Web 2.0 und kreativen Herangehensweisen ist es ganz leicht, das Projektmanagement zu optimieren.

Eine Weiterbildung kommt zu Ihnen an den Schreibtisch: Der Citrix Thementag findet in Form eines interaktiven, kostenlosen Webinars am Mittwoch, den 16. Juli 2014 von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr statt. Am Vormittag erfahren Sie von mir, wie kreative Denkweisen Ihnen helfen, neue Wege im Projektmanagement einzuschlagen.

Nachmittags erklärt Ronald Hanisch, Speaker und Management Experte, warum sich das Projektmanagement grundlegend verändert hat und wie Online-Meetings es erleichtern. Außerdem erhalten Sie praktische Tipps von Citrix, wie Onlinekommunikation Prozesse vereinfacht. Darüber hinaus erfahren Sie, wie die Digital Natives das Projektmanagement verändern, wie das Citrix Tool Podio die Zusammenarbeit im Team leichter macht und warum Sie mithilfe von Online-Meetings Ihre Projekte noch erfolgreicher abschließen. Neugierig? Dann gleich online anmelden und dabei sein!

Was fehlt Ihnen beim Projektmanagement?

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Der dritte Open Innovation Sommer Zirkel: Zeit und Raum für scheinbar Verrücktes

Der dritte Open Innovation Sommer Zirkel: Zeit und Raum für scheinbar Verrücktes

Und wieder tun wir etwas, das völlig aus dem Rahmen fällt: Vom 25. bis 27. September 2014 beschäftigen wir uns mit Fragestellungen, Herausforderungen und Chancen rund um das Thema „Trends und Zukunftswissen“. Aber nicht im Standard-Format: Der Open Innovation Sommer Zirkel ist ein ganz besonderer Event abseits langweiliger PowerPoint-Präsentationen in der innovativen Location Freiheit, Bad Wörishofen.

Wenn Sie diese Veranstaltung verlassen, dann haben Sie jede Menge Antworten auf Ihre ganz persönlichen Zukunftsfragen gefunden, haben Sie vom intensiven Dialog mit interessanten Experten und Besuchern profitiert und viele neue Verbindungen für Ihr Erfolgsnetzwerk geknüpft.

Was diese Veranstaltung so besonders macht, ist der interessante und ungewöhnliche Mix aus inspirativen Impulsgebern, kreativen Köpfen und erfolgreichen Zukunftsgestaltern der unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen. Freuen Sie sich auf geballte Fachkompetenz, Praxisnähe, neueste Information, viel Raum und Zeit für intensives Netzwerken und persönliche Gespräche in einer außergewöhnlichen Location.

Wir haben einen spannenden Themenmix für Sie zusammengestellt und bieten Ihnen verschiedene Plattformen, um Fragen zu stellen, zu diskutieren, von anderen zu lernen, Ihr eigenes Unternehmen und Ihre Zukunftsprojekte zu präsentieren.

Themenblock 1: Was bringt uns die Zukunft? Trends und Szenarien
Wir sind aktuell im Gespräch mit den Zukunftsexperten der FutureManagementGroup, die uns über neueste Trend und deren Auswirkungen für unser Business informieren werden. Von Geschka & Partner erhalten wir Einblick in die Szenariotechnik. Zudem wollen wir nicht nur mit vier Innovationstreibern verschiedener Unternehmen über ihre Strategien und den Umgang mit Trends diskutieren. Wir haben auch Raum für Ihre Best Practices eingeplant.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und Ihre Expertise und Ihr Unternehmen zu präsentieren:
• Arbeiten Sie bereits erfolgreich mit Trends? Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben.
• Sichern Sie sich einen der vier Podiumsplätze zur Diskussion über Chancen und Risiken

Themenblock 2: New Business – Geschäftsmodelle von morgen
Hier lernen Sie ein zeitgemäßes und effizientes Tool zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle kennen. Wir arbeiten gemeinsam mit Hilfe der Business Model Canvas und bieten wieder kreative Marktplätze an, um für fünf Unternehmen gemeinsam neue Business Modell Ansätze zu entwickeln.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und Ihr Geschäftsmodell zu überdenken:
• First come, first serve: 5 interessante Marktplätze „Geschäftsmodelle der Zukunft“ sind zu vergeben.
• Präsentieren Sie Ihr Best Practice und Ihre erfolgreichen Vorgehensweisen

Themenblock 3: Zukunftskultur – Talente gewinnen, Potenziale entfalten
Was macht ein attraktiver Arbeitgeber anders als andere? Wie zieht man Talente von morgen an und etabliert im gesamten Unternehmen eine lebendige Zukunftskultur? Und was versteckt sich hinter soziokratischen Modellen und Klosteranalogien?
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und die Attraktivität Ihrer Arbeitgebermarke überprüfen:
• Was tun Sie um ein „Best Place to work“ zu sein? Teilen Sie Ihre Erfahrungen.
• Haben Sie eine akute Fragestellung zu diesem Themenkomplex, für die Sie neue Ideen brauchen könnten?

Themenblock 4: New Work – neue Arbeitswelten und Zukunfts-Tools
Immer mehr Büros und Produktionsstätten sehen anders und ungewöhnlich aus. Die Erkenntnis, dass Räume, Möbel, Design und die richtigen Werkzeuge Auswirkungen auf die Innovations- und Arbeitskraft der Mitarbeiter haben, setzt sich langsam in Aktion um. Wir schauen uns an, wie die Arbeitswelten von morgen aussehen können und wer bereits welchen „New Work-Status“ erreicht hat.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und die Attraktivität Ihrer Arbeitgebermarke überprüfen:
• Sind Sie schon im New Work Modus? Haben Sie Lust, uns Ihre Arbeitswelt der Zukunft zu zeigen?
• Wie wirkt sich das neue Arbeiten auf Leistung, Effizienz und Innovationskraft der Mitarbeiter tatsächlich aus? Wer hat interessante Daten und Fakten, die er gerne teilen und diskutieren möchte?

Sie möchten diese Chancen nutzen? Dann schauen Sie sich gleich die Agenda an, anmelden können Sie sich hier.

Wie gestalten Sie Ihre Zukunft?

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Zeit für einen Perspektivwechsel: Kurz vergessen, was war, was gerade ist. Den Blick im Moment ganz auf das legen, was morgen wichtig sein wird. Wie wir morgen gut dastehen können. Den Einkaufszettel für die persönliche und die Unternehmenszukunft schreiben. Warum halten Unternehmer und Manager nur so selten inne für diese elementare Businessplanung?

Weil das Jetzt gerade wichtiger ist. Weil der Spatz in der Hand nützlicher erscheint als die Taube auf dem Dach. Warum ist das so? Die Hirnforscherin Kathleen McDermott von der Washington University in St. Louis zeigte, dass sich das Bild von unserer Zukunft aus den Bausteinen unserer Erinnerung an die Vergangenheit zusammensetzt: Versuchspersonen sollten sich zuerst an ihre letzte Geburtstagsparty erinnern und anschließend die Party für den kommenden Geburtstag planen. Die Aufzeichnung der Gehirnaktivität mithilfe von funktioneller Magnetresonanztomografie zeigte, dass bei den Personen sowohl beim Blick in die Zukunft als auch in die Vergangenheit im Gehirn ähnliche Regionen aktiv waren. Wenn Erinnerung Zukunft bestimmt, dann kann nichts wirklich Neues in unserem Gehirn von alleine entstehen, dann brauchen wir andere Methoden.

Ein Perspektivwechsel mit neuen Methoden ist das Ziel des Open Innovation Sommer Zirkels 2014. Vom 25. bis 27. September 2014 laden die Innovationsspezialistin Anke Meyer-Grashorn und Leadership-Expertin Birgit Heinermann in das kreative Umfeld der Location Freiheit in Bad Wörishofen ein. Brainpower pur, rauchende Köpfe, ganz konkrete Ergebnisse stehen bei diesem innovativen Veranstaltungsformat fernab langweiliger Powerpoint-Präsentationen im Vordergrund.

Jeder Besucher ist ein potentieller Referent, ist ein potentieller Coach. Fragestellungen, Herausforderungen und Chancen rund um das Thema „Trends und Zukunftswissen“ stehen im Mittelpunkt. Was diese Veranstaltung so besonders macht, ist der ungewöhnliche Mix aus inspirativen Impulsgebern, kreativen Köpfen und erfolgreichen Zukunftsgestaltern der unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen.

„Ich hatte es satt, auf Konferenzen immer nur zuzuhören und nach dem Mittagessen bei den Vorträgen gegen den Sekundenschlaf zu kämpfen. Beim Open Innovation Sommer Zirkel setzen wir nicht nur auf die geballte Fachkompetenz, Praxisnähe und neueste Informationen, sondern auch auf viel Raum und Zeit für intensives Netzwerken und persönliche Gespräche in einer außergewöhnlichen Location,“ erklärt Anke Meyer Grashorn, Geschäftsführerin der große freiheit GmbH. „Was uns von anderen Veranstaltungen unterscheidet, ist der spannende Themenmix in Kombination mit verschiedenen Plattformen, bei denen man Fragen stellen, diskutieren, von anderen lernen, und –ganz wichtig- nach konkreter Inspiration und Feedback für das eigene Unternehmen und die eigenen Zukunftsprojekte fragen kann.“

Wer nach ganz konkreten Zukunftsinspirationen für eigene Projekte von führenden Vordenkerinnen und Vordenkern sucht, kann sich noch bis zum 30. Juni 2014 zum Open Innovation Sommer Zirkel zum Early Bird-Tarif hier anmelden. Dürfen wir auch Sie vom 25. bis 27. September 2014 in der Location Freiheit in Bad Wörishofen begrüßen? Wir freuen uns auf Sie!

Wie finden Sie Inspirationen für Ihre Unternehmenszukunft?