Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 4: Arbeiten und innovieren in der Wissensgesellschaft

New Work – neue Arbeitswelten und Best Practice – so lautete das Motto unseres Themenblocks Nummer vier beim Open Innovation Sommerzirkel 2014. Wir lernten einiges über das Spannungsfeld zwischen der Realität des Arbeitslebens und dem linearen Wunschdenken des Facility Managements und traditioneller Architekten, denen neue Anforderungen an Räume und Möbel noch nicht vertraut sind.

Einer der Referenten hatte eine ganz besondere Auswahl an informellen Sitzgelegenheiten im Gepäck: Robert Mokosch-Wabnitz, Leiter Consulting & Planung Deutschland Süd der Bene GmbH. Er kennt sich aus mit der Gestaltung von Räumen der Arbeit – jetzt und in Zukunft: mit Solution Workern, den lösungsorientierten Wissensarbeitern und mit Kult-Büros.

„Die Arbeit von morgen funktioniert anders!“ erklärte Robert Mokosch-Wabnitz und er listete einige der Trends auf, die unser Arbeitsleben bestimmen werden:
• Ein Zustand von Permanent-Beta, in dem Projekte kein Ende haben und von neuen Projekten überlagertwerden.
• Die junge Generation wird ihr „Hacking-Gen“ voll ausspielen und will gerne selbst etwas verändern.
• Unternehmen werden die Aufgaben von Schulen übernehmen, weil Kollaboration und Teamarbeit bei Schulabgängern völlig unterentwickelt sind.

An der Beziehung zwischen Mensch und Büro arbeiten
In der Wissensgesellschaft ist das Büro ein Marktplatz für Wissen, in dem Beziehungen aufgebaut und Wissen übertragen werden können. Ziel ist ein Zustand des Flow, in dem die Mitarbeiter konzentriert, motiviert, aktiv, stark, kreativ auf höchstem Konzentrations- und Leistungsniveau erfüllt und glücklich arbeiten können.

Begünstigt wird dieser Zustand durch eine Reihe von Faktoren, wie die Atmosphäre, die Struktur des Raums, die den Informationsfluss kanalisiert sowie unterschiedliche Angebote von Arbeits- und Aufenthaltsorten. Dazu kommen die Barrierefreiheit für Handlungsabläufe, Wandelbarkeit und Flexibilität. Die Struktur der Umgebung sollte ein sinnstiftendes, wertevermittelndes, organisiert wirkendes räumliches Umfeld ergeben.

Wie kommen wir also von einer Stromberg-Büroumgebung zu Flow und Innovation? Die Firma bene hat erst vor kurzem den Trendreport „Räume der Arbeit II“ veröffentlicht, in dem sie Muster einer zukunftsorientierten Arbeit und ihre Anwendbarkeit im Büro-Alltag analysiert. Die Hauptforderung: Das Büro sollte einer Smartphone-Oberfläche gleichen und weit mehr bieten, als eine Teeküche und Konferenzräume. Der Raum wird zum Moderator neuer Ideen und ermöglicht gleichzeitig Lernen, Zusammenarbeiten, Sozialisieren und Fokussierung.

Ist Ihr Büro fit für das Arbeitsleben von morgen?

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