Ideenmanagement sollte wieder „Betriebliches Vorschlagswesen“ heißen

Ideenmanagement

Ideen von Mitarbeitern einzusammeln und zu nutzen wird in vielen Unternehmen bereits seit vielen Jahrzehnten praktiziert. Über Ideenmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und was Innovation damit zu tun hat.

Ideen für Verbesserungen, einfachere Lösungen oder Einsparpotentiale einzusammeln – das nennt man „Ideenmanagement“, früher bekannt unter dem sperrigen Begriff „Betriebliches Vorschlagswesen“. Hier können Mitarbeiter Ideen einreichen und bekommen dafür sogar Prämien oder Geld.

Das Ideenmanagement wird leider oft mit dem Innovationsmanagement verwechselt und führt so zu unnötigen Diskussionen und Profilierungsgerangel. Ideenmanagement klingt irgendwie so als würden dort innovative Ideen entstehen, mit denen man als Unternehmen Geld verdienen kann.

Ich hab da eine Idee!
Ziel des Ideenmanagements ist es aber nicht, Innnovationen hervorzubringen, sondern die bestehenden Prozesse, Produkte und Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern, die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen. Gesucht werden Vorschläge, um den gesamten betrieblichen Zustand zu optimieren. Kunden spielen hier kaum eine Rolle. Der alte Begriff „Betriebliches Vorschlagswesen“ hat das Kind also genau beim Namen genannt und nicht zu viel versprochen.

Im Gegensatz dazu hat das Innovationsmanagement die Aufgabe wirklich Neues hervorzubringen. Das bedeutet, es werden auf der Basis von erkannten zukünftigen Marktanforderungen und Kundenproblemen Lösungen, Angebote, Services oder Produkte entwickelt. Und dann werden sie im Markt zu platziert. Innovationen sind wirkungsvolle Hebel, um sich neue Umsatzquellen zu erschließen und Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Mein Tipp:
Lassen Sie das Ideenmanagement das sein, was es ist: ein betriebliches Vorschlagswesen, das Geld spart, die die Effizienz steigert und den betrieblichen Zustand optimiert.

Und schaffen Sie andere praxistaugliche Kanäle für die Ideen mit Innovationspotenzial und gedankliche Ansätze, die außerhalb des bestehenden Geschäftsmodells liegen. Dort kann man sie dann kommunizieren, sichtbar machen und Verbündete für die Umsetzung finden!

Meine Lesetipps:
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Wie steht es um Ihr betriebliches Voschlagswesen?

Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 3: Innovation für Geschäftsmodelle

Open Innovation Sommerzirkel 2014 – Teil 3: Innovation für Geschäftsmodelle

Der Tag zwei des Open Innovation Sommerzirkels 2014 widmete sich dem Thema „New Business – Geschäftsmodelle von morgen“. Unser Tool für den Vormittag: Der Business Model Canvas!

Ganz einfach gesagt: Wer sein Geschäftsmodell überdenken will, kann mit einer Postervorlage und vielen Post-Its ganz spielerisch unterschiedliche Varianten durchdenken oder generell neue Designs entwerfen. Es ist ein wunderbar einfaches Werkzeug, mit dem ich in meiner Arbeit als Innovationsberaterin schon vielen Unternehmen dabei helfen konnte, ein Geschäftsmodell zu visualisieren, auf Herz und Nieren zu prüfen oder weiterzuentwickeln. Die Idee stammt von Alexander Osterwalder, der das Modell in dem Buch „Business Model Generation“  für alle, die veraltete Geschäftsmodelle hinterfragen und Innovationen auf den Weg bringen wollen, beschreibt.

Die neun Elemente des Business Model Canvas, die genauer unter die Lupe genommen werden, heißen Kundensegmente, Kundenbeziehungen, Kanäle, Wertangebote, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Schlüsselpartner, Kostenstrukturen und Einnahmequellen. Und weil alles mit allem verbunden ist, hat das Wegnehmen oder Hinzufügen des einen oder anderen Post-Its in einem Segment jeweils Folgen in den anderen acht Segmenten.

Wie genau das funktioniert und welchen Spaß diese Methode macht, das haben wir in der anschließenden Gruppenarbeit erfahren, in der wir anhand von zwei konkreten Geschäftsmodellen eine Reihe von innovativen Veränderungen entwickelten.

Hier zeigte sich vor allem, wie erfolgreich der interdisziplinäre Ansatz des OISZ ist, denn die „Nicht-Spezialisten“ außerhalb des Elfenbeinturms waren viel offener für völlig neue Herangehensweisen. Das Feedback: „Das Modell funktioniert sofort: Schnell, einfach mit sofort umsetzbaren Ergebnissen!“, „Hier konnte ich gleich konkrete Anregungen für meine Arbeit mitnehmen!“ und „Es tut gut zu sehen, dass Unternehmen anderer Branchen ähnliche Probleme haben!“.

Wann haben Sie Ihr Geschäftsmodell zum letzten Mal unter die Lupe genommen?

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Der dritte Open Innovation Sommer Zirkel: Zeit und Raum für scheinbar Verrücktes

Der dritte Open Innovation Sommer Zirkel: Zeit und Raum für scheinbar Verrücktes

Und wieder tun wir etwas, das völlig aus dem Rahmen fällt: Vom 25. bis 27. September 2014 beschäftigen wir uns mit Fragestellungen, Herausforderungen und Chancen rund um das Thema „Trends und Zukunftswissen“. Aber nicht im Standard-Format: Der Open Innovation Sommer Zirkel ist ein ganz besonderer Event abseits langweiliger PowerPoint-Präsentationen in der innovativen Location Freiheit, Bad Wörishofen.

Wenn Sie diese Veranstaltung verlassen, dann haben Sie jede Menge Antworten auf Ihre ganz persönlichen Zukunftsfragen gefunden, haben Sie vom intensiven Dialog mit interessanten Experten und Besuchern profitiert und viele neue Verbindungen für Ihr Erfolgsnetzwerk geknüpft.

Was diese Veranstaltung so besonders macht, ist der interessante und ungewöhnliche Mix aus inspirativen Impulsgebern, kreativen Köpfen und erfolgreichen Zukunftsgestaltern der unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen. Freuen Sie sich auf geballte Fachkompetenz, Praxisnähe, neueste Information, viel Raum und Zeit für intensives Netzwerken und persönliche Gespräche in einer außergewöhnlichen Location.

Wir haben einen spannenden Themenmix für Sie zusammengestellt und bieten Ihnen verschiedene Plattformen, um Fragen zu stellen, zu diskutieren, von anderen zu lernen, Ihr eigenes Unternehmen und Ihre Zukunftsprojekte zu präsentieren.

Themenblock 1: Was bringt uns die Zukunft? Trends und Szenarien
Wir sind aktuell im Gespräch mit den Zukunftsexperten der FutureManagementGroup, die uns über neueste Trend und deren Auswirkungen für unser Business informieren werden. Von Geschka & Partner erhalten wir Einblick in die Szenariotechnik. Zudem wollen wir nicht nur mit vier Innovationstreibern verschiedener Unternehmen über ihre Strategien und den Umgang mit Trends diskutieren. Wir haben auch Raum für Ihre Best Practices eingeplant.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und Ihre Expertise und Ihr Unternehmen zu präsentieren:
• Arbeiten Sie bereits erfolgreich mit Trends? Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben.
• Sichern Sie sich einen der vier Podiumsplätze zur Diskussion über Chancen und Risiken

Themenblock 2: New Business – Geschäftsmodelle von morgen
Hier lernen Sie ein zeitgemäßes und effizientes Tool zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle kennen. Wir arbeiten gemeinsam mit Hilfe der Business Model Canvas und bieten wieder kreative Marktplätze an, um für fünf Unternehmen gemeinsam neue Business Modell Ansätze zu entwickeln.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und Ihr Geschäftsmodell zu überdenken:
• First come, first serve: 5 interessante Marktplätze „Geschäftsmodelle der Zukunft“ sind zu vergeben.
• Präsentieren Sie Ihr Best Practice und Ihre erfolgreichen Vorgehensweisen

Themenblock 3: Zukunftskultur – Talente gewinnen, Potenziale entfalten
Was macht ein attraktiver Arbeitgeber anders als andere? Wie zieht man Talente von morgen an und etabliert im gesamten Unternehmen eine lebendige Zukunftskultur? Und was versteckt sich hinter soziokratischen Modellen und Klosteranalogien?
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und die Attraktivität Ihrer Arbeitgebermarke überprüfen:
• Was tun Sie um ein „Best Place to work“ zu sein? Teilen Sie Ihre Erfahrungen.
• Haben Sie eine akute Fragestellung zu diesem Themenkomplex, für die Sie neue Ideen brauchen könnten?

Themenblock 4: New Work – neue Arbeitswelten und Zukunfts-Tools
Immer mehr Büros und Produktionsstätten sehen anders und ungewöhnlich aus. Die Erkenntnis, dass Räume, Möbel, Design und die richtigen Werkzeuge Auswirkungen auf die Innovations- und Arbeitskraft der Mitarbeiter haben, setzt sich langsam in Aktion um. Wir schauen uns an, wie die Arbeitswelten von morgen aussehen können und wer bereits welchen „New Work-Status“ erreicht hat.
Ihre Chance sich aktiv zu beteiligen und die Attraktivität Ihrer Arbeitgebermarke überprüfen:
• Sind Sie schon im New Work Modus? Haben Sie Lust, uns Ihre Arbeitswelt der Zukunft zu zeigen?
• Wie wirkt sich das neue Arbeiten auf Leistung, Effizienz und Innovationskraft der Mitarbeiter tatsächlich aus? Wer hat interessante Daten und Fakten, die er gerne teilen und diskutieren möchte?

Sie möchten diese Chancen nutzen? Dann schauen Sie sich gleich die Agenda an, anmelden können Sie sich hier.

Wie gestalten Sie Ihre Zukunft?

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