Mein Jahresmotto 2015: Spiel ohne Grenzen!

Mein Jahresmotto 2015: Spiel ohne Grenzen!

Sie kennen “The same procedure as every year”? Business Pläne, gute Vorsätze und all das, was am Ende des Jahres immer ganz anders aussieht? Mein Business Plan 2015 heißt Spielen. Das klingt aber nicht sehr nach Business, Frau Meyer-Grashorn, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Und ich sage Ihnen: Genau da entsteht Business, beim Spielen! Das habe ich in vielen Jahren Beratungspraxis immer wieder festgestellt.

Spielen ist absichtslos. Macht die Gedanken frei, lässt sie in neue Spielfelder wandeln. Spielen entfesselt Kreativität. Kreativität ist der Nährboden für das Neue. Das befreiende Neue, wenn man nicht mehr weiter weiß. Wenn man genau weiß, dass man etwas verändern muss, aber keine Ahnung hat, wo und wie man anfangen soll.

Genau das ist das Szenario, in dem ich von großen und kleinen Unternehmen, von Dax-Konzernen oder den innovationshungrigen Mittelständlern an Bord geholt werde: Wenn’s nicht mehr weitergeht. Dann schlüpfe ich in mein Superhelden-Gewand, packe meinen Spielekoffer und hole Führungskräfte oder ganze Abteilungen raus zum Spielen. Raus aus der gewohnten Umgebung, wo die immer gleichen Fragen zu den immer gleichen Antworten führen.

Über mehrere Tage gibt’s Halligalli und Rambazamba. Ich führe die Menschen an neue Orte, zu neuen Menschen und lasse sie durch Welten wandeln, die auf den ersten Blick Garnichts mit ihrem Business zu tun haben. Ich lasse sie spielen, ausprobieren und spinnen. Denn Spinnen ist Pflicht!

Und dann kommt der Moment, der mir nach all den Jahren immer wieder eine Gänsehaut beschert: Es entsteht etwas Neues. Die Menschen stehen da und beäugen es wie ein frisch gelegtes Ei. Sie wandeln um das Ei herum, fühlen es, verändern es noch ein wenig, sprechen darüber und ihre Vorfreude auf das Entstehen eines Projekts wächst von Minute zu Minute. Das ist mein Moment. Ich genieße dieses Erfolgsgefühl, die Menschen zu inspirieren, bei ihnen die Lust auf das Neue zu wecken, Verrücktes mit ihnen anzustellen, um danach zu knallharten Business-Ergebnissen, neuen Geschäftsfeldern, -modellen, Produkten oder Dienstleistungen zu kommen. Messbar. Wirkungsvoll. 100% Resultate-orientiert.

Deshalb will ich 2015 nur spielen. Mit mutigen Macherinnen und Machern auf der Suche nach dem Neuen. Mit Menschen, die hier und jetzt etwas verändern wollen und es konsequent leben. Hier in der Location freiheit, die alle Wünsche an Raum, Wandelbarkeit und Gestaltung erfüllt. Oder an Orten, die noch nie ein Innovationsteam zuvor gesehen hat.

Faites vos jeux! Spielen Sie mit?

Vergessen Sie das mit der Innovation!

Vergessen Sie das mit der Innovation!

Gerhard Matzig veröffentlichte am 6. September 2014 für die SZ einen Artikel unter dem Titel „Wir Neobiedermeier“. Er beschreibt Deutschland als ein „Oberjammergau der Bedenkenhaftigkeit“, als einen „querulatorischen Hort der Fortschrittsfeindlichkeit und Zukunftsverweigerung“. Er schreibt das, weil Forschungsministerin Johanna Wanka vor Kurzem eine Initiative vorgestellt hat, die Deutschland zum Innovationsweltmeister in den Bereichen digitale Wirtschaft und Gesellschaft, nachhaltiges Wirtschaften und Energie, innovative Arbeitswelt, gesundes Leben, intelligente Mobilität und zivile Sicherheit machen soll. Viele seiner Eindrücke teile ich.

18 Jahre Innovationserfahrung in großen und kleinen Unternehmen zeigen mir, dass die Angst vor dem Neuen viele gute Ideen verhindert. Dass Change Management für viele Chefs ein Fremdwort ist. Dass Kreativität in Strukturen, stundenlangen Meetings und ellenlangen Entscheidungsprozessen erstickt wird.

Innovation? Nein, danke! Nicht mehr so. Lassen Sie uns damit aufhören. Ich plädiere dafür, einen neuen Pragmatismus ins Land zu holen. Nennen wir es einfach nicht mehr Innovation, denn die „German Angst“ lässt die vielen kleinen Ideenpflänzchen eingehen, sobald dieses Wort fällt. Nennen wir es: PPLS für Pragmatische Problemlösungsstrategie oder SEE für Spinner Erhöhen Effizienz oder AUU für Angstfreie Unmittelbare Umsetzung oder AMDB für Aufhören mit dem Bedenkentragen….?

Ja, Sie haben richtig gelesen: Innovation? Nein, danke! Good bye komplizierte Prozesse. Herzlich willkommen Effizienz! Legen Sie einfach los. Alleine oder mit Ihrem Team. Problem finden, lösen, Lösung umsetzen. Gleich, sofort, jetzt. Mutig. Beherzt. Mit dem Ohr am Kunden.

In den vergangenen Jahren habe ich einige dieser Prozesse begleitet. Das Setup: Die an der Fragestellung Beteiligten in einer kreativen Umgebung, eineinhalb Tage Zeit und Impulse aus meinem Methodenkoffer der Kreativtechniken. Das Ergebnis: Weder 20 frustrierende Meetings und Positionspapiere, noch Protokolle und Nullergebnisrunden durch Tunnelblick und Branchenblindheit. Stattdessen: Ein motiviertes Team, unglaubliche Kreativität durch neue Rahmenbedingungen, ein umsetzbares, von allen Seiten befürwortetes Ergebnis am Ende dieses Prozesses, das gleich in die Praxis umgesetzt werden kann.

Das ist es, was wir in der Wirtschaft hundertfach jeden Tag brauchen: Mut. Mut, neue, kurze Wege zu gehen. Mut aus dem Oberjammergau herauszukommen. Mut, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und nicht das eigene Unternehmen. Mut, etwas zu Tun und nicht nur darüber zu reden.

Wie denken Sie darüber?

Verpackungsideen – locker aus dem Ärmel geschüttelt

Verpackungsideen – locker aus dem Ärmel geschüttelt

Wenn Christo den Reichstag verpackt ist das eine Sache. Wenn man ein Produkt verpackt, eine andere. Auf die Verpackung kommt es an – um als Produkt dem Kunden zu gefallen, um sich schön zu präsentieren, um sicher transportiert zu werden. Um dafür leichter neue, ungewöhnliche Ideen entwickeln zu können, werde ich zusammen mit dem Verpackungs- oder Displaybedarfsspezialisten DS Smith im Juli in Fulda ein ungewöhnliches Seminar anbieten.

Eine innovative Verpackung schützt nicht nur den Inhalt sondern präsentiert ein Produkt auch attraktiv am POS, ob aus Papier oder Plastik oder Waffelteig. Bei DS Smith denkt eine Reihe von kreativen Köpfen den ganzen Tag über die besten Verpackungen über den gesamten Lieferzyklus von Produkten hinweg nach. Damit allen, die etwas verpacken wollen, künftig die Ideenproduktion leicht von der Hand geht, zeigen wir im Workshop „Systematische Ideenproduktion“ der PackRight Academy von DS Smith, dass man Ideen produzieren kann wie Autos, Kaugummis oder Schokolade.

Mit Hilfe verschiedener Kreativitätsmethoden entwickeln wir neue Ideen für individuelle Fragen aus dem Arbeitsalltag. Wir zeigen, wie man Mitarbeiter und Kunden am kreativen Prozess beteiligen kann. Und wir dürfen nicht nur kreuz und quer denken, sondern auch „gnadenlos spinnen“, denn das Motto meines Workshops lautet: „Spinnen ist Pflicht“. Langweilige Verpackungen können ab da einpacken.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich ein durchdacht verpacktes Produkt sehe. Gute Exemplare heb ich mir manchmal auf. Bis auf Waffeleistüten, die esse ich immer gleich auf.

Welches innovativ verpackte Produkt hat Sie zuletzt fasziniert?